Die Geheimnisse des Lacks
Oldtimerbesitzer können zwar meist ziemlich detailliert über die Technik und den Motor ihres Klassikers Auskunft geben, aber wenn es um den Aufbau und die Ingredienzen der Lackierung geht, wissen sie kaum Bescheid. Farbe ist halt Farbe und es reicht doch, wenn man weiss, dass es sich um “Bahama Gelb” handelt, oder nicht?
Wer mit Jürgen Book, dem Oldtimerlackspezialisten bei Glasurit, ins Gespräch kommt, lernt schnell, dass es da doch ein paar Finessen mehr gibt. Zunächst gehören zum Lackaufbau bereits mehrere Schichten unterschiedlicher Komponenten und dann setzt sich der Lack selber auch noch aus verschiedenen Teilen zusammen, nämlich aus Pigmenten, Bindemitteln, Füllstoffen, Hilfsstoffen und Lösemittel. Heute werden bekanntlich meist wasserbasierte Zweikomponenten-Lacke eingesetzt, in der Vergangenheit gab es aber auch ölbasierte Farben und Nitrolacke, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Lassen Sie es sich nächstes Mal, wenn an Ihrem Wagen etwas lackiert werden muss, doch vom Meister aufklären, er wird Sie dann vermutlich in ein längeres Gespräch verwickeln und dabei werden Sie erkennen, dass einiges zusammenkommen muss, bis ein Auto in seinen schönsten Farben erstrahlt. Oder bis ein kleiner Schaden sachgerecht repariert ist. Spannend!
P.S. Die Farben oben stammen übrigens aus der 1974er-Palette von Porsche.


























