Verschleissteil Antenne
Welches Bauteil Ihres Autos haben Sie in den letzten zwei Jahren viermal ersetzt? Den Luftfilter vielleicht, oder die Bremsbeläge. Wenn Sie einen Ferrari 348 tb fahren womöglich auch den Zahnriemen. Und wenn Sie einen VW T5 Bi-TDi fahren mitunter sogar den ganzen Motor. Aber die Antenne? Was soll denn da kaputt gehen? Im schlimmsten Fall braucht die Teleskopstange nach 30 Jahren ein wenig Fett. Das dachte ich auch. Damals, als ich noch Mercedes-Benz W124 und VW Passat B3 mit dem endlosen, von Hand auszuziehenden Hirschmann-Teleskoprohr fuhr.
Aber seit ich ein Auto mit abnehmbarem Gewindestummel habe, der neben Radiowellen auch GPS-Daten, Telefonsignal, Verkehrslage, Datum und Uhrzeit empfängt, weiss ich es besser: Alles. Es begann mit einem ausgebrochenen Gewinde, das die Montage der Antenne vereitelte und sämtlichen Empfang lahmlegte. Der daraufhin montierte Fuss mit intaktem Gewinde weigerte sich nach einer heftigen Bodenwelle auf der Autobahn, fortan die Fahrzeug-Position auf dem Planeten zu erkennen. Der dritte Fuss empfing wunderbar, gab dafür aber die Antenne nicht mehr frei – bis die Bürste einer Waschstrasse zu fest auf den kurzen Hebel drückte und meine Antennensituation damit zurück auf "Los" ging. Der GPS-Empfang ist aber nach wie vor hervorragend.
Ich bin gespannt, womit mich Antennenfuss Nummer vier überraschen wird. GPS und Gewinde funktionieren laut Verkäufer tadellos. Vielleicht empfängt er dafür nur spanischen Polizeifunk? Immerhin habe ich überhaupt noch einen gefunden. Denn natürlich hat Opel nicht bei allen Omega B den gleichen Fuss verbaut. Je nach Funktionskombination des Radios variieren Form und Stecker in mannigfaltiger Pracht. Ich frage mich, wann sich eine Umrüstung auf ein Hirschmann-Teleskop lohnt...































