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Unterwegs wie der Pöstler im VW Typ 147 ‘Fridolin’

Bruno von Rotz
22.09.2022

VW Fridolin Typ 147 von 1968 (© Volkswagen)

Kürzlich bot sich dank Volkswagen Classic die Gelegenheit zur Probefahrt im VW ‘Fridolin'. Der Typ 147 wurde in den Sechzigerjahren im Auftrag der Deutschen Bundespost entwickelt und bei Westfalia aus verschiedenen Komponenten anderer VW-Typen montiert. Die Bundespost, aber auch die Schweizer Post (PTT) kauften einen Grossteil der zwischen 1964 und 1974 produzierten 6139 Fahrzeuge, deren Besonderheiten die seitlichen Schiebetüren waren.

VW Fridolin Typ 147 von 1968 und 1969 (© Volkswagen)

Die ursprünglich definierten Anforderungen verlangten ein mindestens zwei Kubikmeter grossen Laderaum, der vom Innenraum zugänglich sein musste, die bereits erwähnten Schiebetüren und 400 kg Nutzlast.

VW Fridolin Typ 147 von 1968 (© Bruno von Rotz)

Volkswagen gelang es mit dem ‘Fridolin’, diese Anforderungen problemlos zu erfüllen. Dazu wurden Aufhängungen, Motor und Getriebe vom VW 1200 verwendet und mit dem Chassis des Karmann-Ghia verheiratet. Weitere Teile stammten vom VW Transporter, teilweise angepasst.

Cockpit des VW Fridolin Typ 147 von 1968 (© Bruno von Rotz)

Wenn man sich in den ‘Fridolin’ setzt, fällt die Nähe zum Käfer sofort auf. Stehende Pedale, die Schaltung und der zentrale Tacho erinnern sofort an den Wolfsburger Volkswagen. Etwas überraschen tut allerdings der Tacho, der bis 160 km/h reicht.

Tacho des VW Fridolin Typ 147 von 1968 (© Bruno von Rotz)

Die 34 PS reichten knapp für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Die knapp über 1200 Exemplare für die PTT wiesen allerdings den stärkeren 1,3-Liter-Motor mit 44 PS und Scheibenbremsen vorne auf, trotzdem tut sich der PTT-‘Fridolin’ an Steigungen eher schwer.

VW Fridolin Typ 147 von 1969 (© Volkswagen)

Auch die Aerodynamik des mit einem grosszügigen Raumgefühl aufwartenden Post-Vehikels dürfte wegen der grossen Querschnittsfläche nicht optimal sein. Aber als Autobahn-Feger war der Wagen ja auch nie gedacht. Auf Landstrassen und vor allem innerorts ist der gelb-graue Post-Volkswagen jedenfalls schnell genug und einigermassen handlich zu fahren.

VW Fridolin Typ 147 von 1968 (© Volkswagen)

Man fühlt sich ein bisschen wie in einem Mini-Van, nur die Schiebetüren sind eher ungewöhnlich. Teilweise waren damals die Rückspiegel extra an der A-Säule montiert, damit man auch mit offenen Türen fahren konnte. So sparte der Post-Beamte Zeit, wenn er einen Briefkasten leeren musste oder ein Paket auslieferte.

Motorkühlung beim VW Fridolin Typ 147 von 1968 (© Bruno von Rotz)

Etwas überraschend ist es allerdings, dass das Lenkrad links eingebaut ist, hatte doch z.B. die Schweizer Post extra rechtsgelenkte VW Käfer, um das Aussteigen zum Strassenrand hin sicherer zu machen.

Wir danken Volkswagen Classic für die Gelegenheit zur Probefahrt.

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