Es war einmal ... die Drehspiegelleuchte
Wird heute irgendwo eine Bank überfallen, müsste man eigentlich als erstes eine Epilepsiewarnung aussprechen, bevor man die Polizei ruft. Denn das Stroboskopgewitter moderner LED-Installationen auf Einsatzwagen lässt selbst Rammstein-Konzerne wie einen Laternenumzug am Martinstag erscheinen. Es blinkt blau, blitzt weiss und zappelt gelb, sodass selbst vorher unauffällige Menschen plötzlich zur Photosensitivität neigen.
Dabei ging das auch mal deutlich harmonischer: Eine Glühbirne und ein Parabolreflektor, der darum rotiert und so wunderbar gleichförmig, vorhersehbar und angenehm für die Augen das Licht in jede Richtung verteilt, haben über Jahrzehnte denselben Zweck erfüllt. War ein Auto mit zwei Leuchten ausgestattet, liefen sie nie gleichschnell, sodass Rechts und Links mal gleichzeitig mal abwechselnd aufleuchteten. Aber ob die Drehspiegelleuchte heute noch die ihr zugedachte Signalwirkung hätte, ist fraglich. Wahrscheinlich würde sie im heutigen Verkehr von jeder Xenon-Lichtkanone und jedem Lauflicht-Blinker überstrahlt.


























