Paris, die Autostadt
Vor kurzem verbrachten wir wieder einmal ein paar Tage in Paris. Das Wetter war spätsommerlich warm und die Stadt himmlisch. Natürlich beobachtete ich den Autoverkehr. Es wurde ja viel über das teilweise autobefreite Paris geschrieben in der Presse. Tatsächlich wurde der Autoverkehr zurückgedrängt, viele Fahrspuren wurden an das Fahrrad abgetreten, die Innenstadt entschleunigt.
Doch dies bedeutet keinesfalls, dass nun im Pariser Zentrum keine Autos mehr fahren. Wenn man sich am Abend ins Restaurant “Le Départ” beim Place St. Michel setzt, dann sieht der Verkehr jedenfalls aus wie früher. Ein stetiges Gewusel, Hektik macht sich breit. Die Radfahrer geniessen aber in der Tat viele Privilegien, wissen mit der neuen Freiheit aber noch nicht so ganz umzugehen und missachten nachwievor rote Ampeln und vortrittsberechtigte Fussgänger.
Aber der Verkehr fliesst, auch wenn es heute mit dem Auto mühsamer sein dürfte, in die Innenstadt und ans Ziel zu gelangen. Eine Par-Force-Fahrt zur Kirche Sacré Coeur wie einst im Film “C'était un Rendez-Vous” jedenfalls dürfte heute selbst zu früher Stunde kaum mehr gelingen, dafür sind einfach zuviele Strassen gesperrt und enger geworden ist es noch dazu.
Aber alte Autos gibt es trotz aller Unkenrufe in Paris weiterhin. Uns jedenfalls fielen gleich mehrere Citroën 2 CV auf, die heutzutage offenbar dazu dienen, Touristen auf typisch französische Weise durch die Stadt zu transportieren.
Auch den einen oder anderen Renault Twingo der ersten Generation konnten wir erblicken, manchmal vom Gebrauch etwas aus der Form gebracht.
Ein Citroën ZX fuhr an uns vorbei über eine malerische Brücke. Ein Saab Cabriolet sahen wir am Strassenrand. Auch ein Porsche 924 zog seine Runden.
Und als kleines Highlight fanden wir einen Autobianchi Bianchina als Cabriolet geparkt in einer kleinen Quartierstrasse.
Das grosse Highlight war dann allerdings, als, während wir in einem Strassenkaffee fast mitten auf der Avenue Charles de Gaulle sassen, ein dunkler Ferrari 250 GT California Spider an uns vorbeiröhrte. Fast meinten wir Alain Delon und Jane Fonda darin zu entdecken, aber der Spider war schwarz und nicht dunkelblau. Und Alain Delon ist natürlich schon seit zwei Jahren tot. Leider war ich zu langsam, um auch hiervon noch ein Foto schiessen zu können.
Und ein Peugeot 104 schliesslich bewies, dass er beim Ampelstart dank geringem Gewicht und wachem Fahrer durchaus allen anderen davonpreschen konnte (siehe auch Bild oben) ….

































