Chapeau und – adieu!
Peter Winet aus Pratteln (links im Bild) ist vor wenigen Tagen in seinem 80. Lebensjahr gestorben. Der eine oder andere wird sich vor allem in der Schweizer Klassik-Szene an ihn erinnern: In einem Mercedes-Benz Nürburg 500 Pullmann von 1931 besuchte er mit seinem Zwillingsbruder Paul zahlreiche Concours. Zusammen wurden die beiden für das in 16 Jahren von ihnen selbst restaurierte Fahrzeug mehrfach ausgezeichnet.
Die Oldtimer-Gemeinschaft verliert mit Peter Winet einen grossen, einen wahren Enthusiasten. Der sein Traumauto selbst restaurierte. Seine Geschichte erforschte. Und mit ihm unterwegs war, um Zuschauern eine Freude zumachen. Das ist mehr als aller Ehren wert und verdient grösste Anerkennung. Dazu hat Peter mit Paul ein Auto vor dem Vergessen gerettet, von dem weniger als 1000 Stück gebaut wurden. Und von dem nur noch ein Bruchteil existieren wird.
Peter und Paul gehören zu jener Generation, die vor rund 30 Jahren das Hobby Oldtimer entdeckten. Und lebten. Zu einer Zeit, als noch kein Internet bei der Teilesuche half und die Zahl der Experten für so spezielle alte Autos bereits einen Tiefpunkt erreichte. Um so grösser ist die Leistung zu werden, einen W08 gerettet zu haben, welcher als umgebautes Feuerwehrauto 1995 seine besten Tage längst hinter sich gelassen hatte.
Die Szene braucht solche Enthusiasten. heute vielleicht mehr als je, selbst wenn technisch vieles einfacher geworden ist. Denn der Enthusiasmus hat gefühlt eher abgenommen. Nicht die Begeisterung, aber der quasi selbstlose Einsatz, solche Autos ohne Rücksicht auf Zeit und Kosten zu erhalten, zu restaurieren, zu retten. Danke Peter! Und Paul wünschen wir noch viele Kilometer in jenem Klassiker, in dem die Seele von Peter ewig weiterfahren wird.


























