Schneller von London nach Brighton?
Viele der frühen Autos rund um den Jahrhundertwechsel (1900) waren mit relativ schwachbrüstigen Ein- oder vielleicht Zweizylindermotoren ausgerüstet. Die Marke Panhard & Levassor aber setzte schon früh auf Mehrzylinder-Maschinen und “La Système Panhard”, bei dem der Motor vorne lag, das Getriebe dahinter und die Hinterräder angetrieben waren. Mit diesem Ansatz gehörte die Marke damals zu den erfolgreichen Rennwagenherstellern und mancher Sieg in jener Zeit ging an die Marke Panhard & Levassor.
Im Jahr 1901 wurde der abgebildete Wagen mit einem 2,5 Liter grossem Vierzylinder (8 CV) und einer kutschenartigen Form mit Fahrerarbeitsplatz ganz vorne gebaut. Während die Herrschaften unter dem Wetterschutz sassen, genoss der Chauffeur Sonnenschein und Regen bei seiner Arbeit mit der sicher nicht ganz leichtgängigen Lenkung und dem Vierganggetriebe mit elektrisch betätigter Kupplung.
Der Wagen verbrachte einige Jahre in England und nahm gemäss Bonhams auch 1996 und ca. 2006/2007 am London-to-Brighton Veteran Car Run teil. Er fuhr damals auf den zweiten Platz, was für ein derartig altes Auto nicht selbstverständlich war. Aber offenbar lässt sich der Wagen einfach fahren und vergleichsweise schnell ist er noch dazu.
Nun sucht das Auto allerdings einen neuen Besitzer. Es kommt am 30. Oktober anlässlich der Bonhams-Versteigerung “The Golden Age of Motoring Sale” unter den Hammer. Billig wird das Vergnügen, eines der schnellsten Autos beim London-to-Brighton Veteran Car Run pilotieren zu können, allerdings nicht. Als Schätzwert wurden £ 300'000 bis 350'000 angesetzt.
Viele Informationen und Bilder zum Auto gibt es online bei Bonhams.

































