Wo sind die alten Autos geblieben?
Im Rahmen des Besuchs der “Auto e Moto d'Epoca” vom letzten Wochenende blieb auch noch etwas Zeit für einen ausführlichen Stadtbummel in Bologna.
Das lohnt sich auch wirklich, denn gerade die Innenstadt ist wirklich geschichtsträchtig und voller interessanter Gebäude. Als Oldtimer-Enthusiast hielt ich natürlich auch nach alten Autos Ausschau und staunte, dass mir kaum welche vor die Linse fuhren.
Wer in Bologna die eine oder andere alte Alfa Romeo Giulia, einen Fiat 127 oder einen Autobianchi A112 erwartet, sieht sich enttäuscht.
Die ältesten gesichteten Autos, wie etwa ein Fiat Seicento oder ein Mercedes-Benz der Baureihe R129 (Bild oben), stammen aus den Neunzigerjahren.
Auch beim Fiat Panda der ersten Generation handelte es sich eher um ein Modell gegen Ende der Produktion.
Und der geparkte Ford Ka ist noch kaum 30 Jahre alt.
Selbst der in Italien sehr beliebte Lancia Y wurde erst ab 1995 gebaut.
Tatsächlich scheint das Durchschnittsalter der Autos jünger zu sein als jenes der Fahrräder, die man überall angekettet und fahrend beobachten konnte.
Erklärungen konnte ich auf Anhieb keine finden, die Sperrzonen jedenfalls betreffen nur den Stadtkern und Oldtimer werden dort gleich behandelt wie andere Autos. Und in der Umweltzone gäbe es ja sogar Ausnahmen für ASI-zertifizierte Klassiker. Vielleicht kann uns ein Leser auf die Sprünge helfen?
Wir jedenfalls waren ein wenig enttäuscht über die fehlende italienische Autogeschichte auf Bolognas Strassen …


























