Lieber ein robotisiertes Schaltgetriebe als ein DSG?
Das Bessere ist des Guten Feind, so sagt man. Darum löste das Doppelkupplungsschaltgetriebe auch die robotisierten Schaltgetriebe ab. Technisch sind sie durchaus vergleichbar, aber während beim robotisierten Schaltgetriebe das mechanische Getriebe einfach um ein paar Motoren und Hydraulikelemente ergänzt wird, um die Kupplungsbetätigung und den Gangwechsel nicht mehr von Fuss und Hand auslösen zu müssen, kommt im Doppelkupplungsschaltgetriebe eine zweite Kupplung und eine zweite Welle dazu, welche den Gangwechsel sozusagen bei vollem Schub erlauben, weil der nächste Gang schon eingelegt ist und nur noch die Kraft von einem zum nächsten Gang übertragen werden muss. Dies führt zu deutlich genickschonenderen Schaltmanövern und ist heute Standard in vielen, vielen Automobilen.
Die robotisierten Getriebe, ob sie nun E-Gear, F1, R-Tronic, Selespeed, Sportshift oder anders hiessen, sind heute nicht mehr so beliebt, so scheint es. Jedenfalls werden für echte Handschaltgetriebe grosse Aufpreise bezahlt, auch wegen der geringen Stückzahlen, die damals ausgeliefert wurden.
Aber wie sieht es aus, wenn wir vor der Wahl stehen, einen Klassiker mit DSG oder einen vergleichbaren Wagen mit dem robotisierten Schaltgetriebe zu kaufen? Gewinnt dann immer noch die DSG-Variante?
Vielleicht eben nicht, denn beim robotisierten Schaltgetriebe fühlt sich die Technik doch noch deutlich mechanischer und direkter an als beim DSG. Die übergangslosen Schaltmanöver und der komfortable Automatik-Modus der moderneren Technologie wirken plötzlich gar nicht mehr so erstrebenswert. Die meisten DSG lullen einen zudem in den Automatik-Modus ein, während die robotisierten Getriebe oft standardmässig im manuellen Modus sind.
Es könnte also gut sein, dass die “schlechtere” Getriebevariante bei Oldtimer- und Youngtimerkäufern irgendwann wieder ein Comeback feiert … schliesslich haben wir ähnliche Muster auch schon bei Vinylplatten und Compact Discs beobachten können …


























