Pech und Pannen und andere kuriose Erlebnisse in 15 Jahren Zwischengas
In 15 Jahren, und so lange schreiben und fotografieren wir nun schon für Zwischengas, ist natürlich so einiges passiert. Manches haben wir vielleicht schon früher einmal niedergeschrieben, einige Erlebnisse behielten wir vor Jahren noch für uns. Einige finden sich auch in der extra zum 15. Geburtstag redigierten Bildergeschichte von Kollege Daniel Reinhard wieder.
Wenn man darüber nachdenkt, was denn so alles schief oder nicht wie geplant lief, fällt einem zunächst überraschend wenig ein. Alles verdrängt oder halt irgendwie vergessen. Aber halt, da war doch noch was?
Genau, da war der Ferrari, bei dem der Zündschlüssel abbrach, notabene bei laufendem Motor und inmitten eines Foto Shootings. Auch gröbere Ölverluste kamen vor und dem einen oder anderen Wagen wurde es zu heiss, so dass er sich nicht mehr starten liess.
Speziell war auch die Panne mit einem anderen Ferrari, bei dem das Benzin ausging und zwar am blödesten Punkt auf der Strecke überhaupt, nämlich in der Mitte einer Baustelle, bei welcher der Verkehr auf der verbleibenden Spur alternierend und ampelgesteuert von beiden Seiten durchgeschleust wurde. Und ich stand da mit dem edlen Sportwagen aus Maranello, hinter mir eine Schlange und aus der Gegenrichtung der herannahende Verkehr. Alles war blockiert, bis ein paar freundliche Helfer mit mir den Ferrari in eine Nische neben der Strasse schieben konnten.
Einer leerer Benzintank war allerdings gar nicht so selten auf Fotofahrten, Tankuhren sind halt eben nicht beliebig zuverlässig. Ich erinnere mich da an einen Fünfzigerjahre-BMW, an einen Maserati Ghibli, an einen Alpina-BMW, aber auch an einen Citroën 2 CV.
Und dann gab es auch noch technische Probleme. Etwa bei einem etwas moderneren Maserati mit automatisiertem Getriebe. Da war plötzlich der Strom weg, also liess sich das Getriebe auch nicht mehr schalten.
Leere Batterien waren bei den Fotosessions sowieso die Pannenursache Nummer 1, halt wie im richtigen Leben.
Und ja, auch die Gerätschaften mussten manchmal leiden. Einmal fuhren wir mit einem Seat über die Kamera, was das Objektiv gar nicht schätzte. Ein anderes Mal fiel die Spiegelreflex beim Ausladen runter, Gehäuse dahin.
Manche Kamera wurde überflutet bei Regen-Aufnahmen, manchmal half der Föhn im Hotel, manchmal aber auch nicht mehr. Oder all die Einbeinstative, die entweder überfahren oder ganz einfach vergessen wurden.
Nicht immer liefen Fotoaufnahmen ganz friedlich ab. So wurde uns doch das eine oder andere Mal mit der Polizei gedroht, weil das Motorengeräusch störte oder weil bei “car-to-car”-Aufnahmen andere Verkehrsteilnehmer eingebremst zu werden drohten. Und dann war da noch die eine oder andere Begegnung mit den Ordnungshütern, weil wir ohne Nummernschild oder auf verbotenen Routen unterwegs waren. Es muss allerdings gesagt werden, dass sich die Polizei immer verständnisvoll und kulant zeigte. Danke an dieser Stelle dafür.
Insgesamt allerdings konnten uns Pech und Pannen nie daran hindern, Artikel und Bildproduktionen abzuliefern und zu publizieren. Dies hat sicherlich auch mit der Zuverlässigkeit des Kamera-Equipments zu tun. Aber auch mit der Robustheit unserer Zwischengas-Plattform (Danke Balz! Man beachte auch dessen Erinnerungen in einem vor wenigen Tagen veröffentlichten Blog-Beitrag), die bis heute immer vor grösseren Ausfällen gefeit war.
Probleme gab’s dafür in anderen Bereichen, etwa als wir vor Jahren wie gewohnt im November das Zwischengas-Jahresmagazin drucken wollten und die Druckerei uns mitteilte, dass erst nach Weihnachten wieder Kapazität zur Verfügung stehe. Damit wäre das Heft dann erst im Januar herausgekommen. Unmöglich. Aber wir fanden einen Ausweg und konnten doch noch rechtzeitig ausliefern. Dass fast alles immer klappte, hängt natürlich auch von der Einsatzfreude und den Improvisationskünsten des Zwischengas-Teams zusammen.
Manchmal war aber auch Arbeiten bis zum Umfallen angesagt, manche Nacht wurde da zum Tage.
15 Jahre sind eine lange Zeit, vieles hat sich verändert, manches ist so geblieben, wie es immer war. Wie es wohl nun weitergeht? Darauf sind wir selber gespannt!

































