Alles muss man selber machen – Zwischengas wünscht frohe Ostern
Der erste Vollmond im Frühling ist vorüber – alle bemalen Eier; der Krüger bemalt Spielzeugautos. Gut, sie werden mehr besprüht als bepinselt. Und ich mache das auch nicht nur an Ostern, sondern das ganze Jahr über.
Ich habe nämlich eine Schwäche für die charmant-simplen Matchbox-Modelle der späten Fünfziger- und frühen Sechzigerjahre. Besonders der Citroën DS 19 mit der Nr. 66 hat es mir so angetan, dass ich über die Jahre 14 Stück angehäuft habe. Aber immer nur hellgelb war mir dann irgendwann doch etwas zu eintönig.
Denn leider hat man es bei Lesney nie für nötig gehalten, den Citroën während drei Jahren Bauzeit in anderen Kombinationen zu lackieren. Dabei hat es für DS und ID doch so viele schöne Farben gegeben: Bleu Monte Carlo, Vert Mélèze, Marron Glacé, Absinthe, Capucine oder das für das Matchbox-Modell nicht ganz zeitgenössische, aber sehr elegante Rouge Cornaline.
Zum Glück waren nur drei meiner gelben Göttinnen in wirklich gutem Zustand. Der Rest war mässig be- bis stark zerspielt. Also habe ich angefangen, sie zu restaurieren – und zwar so, wie sie auch aus der Fabrik in Hackney hätten kommen können, aber bewusst nicht in Originalspezifikation. Das könnte mir sonst jemand als Fälschung auslegen.
So kam es schliesslich, dass ich knapp 60 Jahre nach dem Produktionsstopp angefangen habe das nachzuholen, was Leslie Smith und Jack Odell einst versäumt haben. Nur: Wie kriege ich jetzt wieder die Kurve zum Osterfest? Irgendwas mit "Göttin" und "wiederauferstehen" … ach, lassen wir das.
































