Die bewegende Geschichte eines Ovali
Dieser VW 1200 Export aus dem Jahre 1957 hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die Erstbesitzerin fuhr ihn 14 Jahre lang, bis zu ihrem frühen Tod im Jahr 1971. Ihr Mann stellte den "Ovali" als Andenken an seine Frau in den Garten. Dort vergammelte er so langsam und er drohte, ähnlich wie Dornröschen, von einem Brombeerbusch umschlungen zu werden. Immerhin hielten sich Vandalen von ihm fern.
1989 musste dann der Garten geräumt werden, woraufhin der Käfer für 120 Mark im lokalen Anzeigenblatt feilgeboten wurde. Grösste Herausforderung beim Kauf war allerdings die Bergung. Der 19-jährige Florian Kalff traute sich das Projekt im jugendlichen Leichtsinn zu. Doch fast wäre es sofort gescheitert, denn der Wagen liess sich dank festgerosteter Bremsen nicht bewegen.
Auch schweres Gerät schaffte es nicht, den Käfer aus dem morastigen Garten zu ziehen. Die einzige Chance, die sich noch für wenig Geld bot, war das Auto an Ort und Stelle wieder fahrbereit zu machen. Bilder der Befreiungsaktion sind heute in der Videodokumentation "Der Ovalkäfer aus dem Westerwaldgrab" auf YouTube zu sehen. Das Auto in seinem heutigen Zustand war auf der Techno Classica zu sehen.
Nach der Bergung erfolgte eine schnelle Bremsen- und Auspuffreparatur, und schon ging es im "Gartenlook" zum ersten VW-Treffen. Die noch schnell angebrachte, pubertäre Aufschrift im Heckfenster ("Sex Volt Racing Team") spaltete jedoch die Gemüter. Nicht alle Teilnehmer waren begeistert, ein paar jüngere Zuschauer aber sehr wohl. Und so wurde dieser Ovali zum Grossvater des "Rat Look" und fand sehr schnell Nachahmer.


























