Als Rückwärtsfahren noch einfach war
Haben Sie in letzter Zeit einem Autofahrer in einem modernen Personenwagen zugeschaut, wie er rückwärts fuhr oder rückwärts einparkte? Es fällt dem heutigen Autofahrer ja nicht leicht, zu entscheiden, wo genau er hinschauen soll bei der Rückwärtsfahrt. Die Heckkamera stellt die Welt hinter dem Auto auf dem Bildschirm in der Mittelkonsole da. Dann gibt es die Meldungen/Signale der Abstandswarner und ja, man kann ja auch noch durch die (immer kleiner werdende) Heckscheibe schauen. Dies alles führt dazu, dass der Fahrer ständig in verschiedene Richtungen blicken muss, seine Aufmerksamkeit von hinten auf die Mittelkonsole und wieder zurück verlagert, um ja nichts zu verpassen. Effizient ist dies nicht und entsprechend vorsichtig agieren daher die meisten Autofahrer.
Die Unübersichtlichkeit der Karosserie verschärft die Problematik zusätzlich.
Wie einfach war das vor 60 Jahren. Nehmen wir einen offenen Jaguar XK120 oder einen MGA als Beispiel. Man schaute beim Rückwärtsfahren einfach nach hinten und konnte den Wagen so mit beachtlicher Geschwindigkeit in eine Parklücke manövrieren. Nichts lenkte ab, alles war im Sichtfeld.
Ähnliches lässt sich etwa auch für einen geschlossen Peugeot 404 oder einen BMW 3-er (z.B. E30) sagen, aber offene Cabriolets boten damals natürlich den besten Sichtkomfort.
Es ist eben nicht alles besser geworden seither, aber das wird unsere Leser ja nicht überraschen …

























