Vier mit Gemeinsamkeiten
550 Exemplare des Audi-Zweilitermotor wurden im Jahr 1977 täglich produziert. Natürlich fand man ihn im Audi 100 (mit 115 PS bei 5500 U/min), aber eben auch im Porsche 924 (125 PS bei 5800 U/min), im VW LT Transporter (75 PS bei 4300 U/min) sowie im AMC Gremlin (84 PS bei 5000 U/min). Es handelte sich dabei immer um denselben Grundmotor, die Zutaten, z.B. Vergaser oder Einspritzung, wurden aber dem Einsatzzweck angepasst. Nur wenige Motoren wurden in so unterschiedlichen Autos verbaut.
Bei Audi war man damals stolz auf diesen Motor und notierte in der Pressemitteilung:
“Die Basisbauteile dieses Motors sind naturgemäss für die höchste Leistungsausbeute, also 125 PS, ausgelegt, so dass sich bei einer geringeren Belastung ausserordentlich grosse Sicherheitsreserven ergeben. Die Nockenwelle bei Audi 100 und Porsche 924 wurde mehr auf Leistung getrimmt, die des LT-Transporters mehr auf einen günstigen Drehmomentverlauf. Beim amerikanischen Gremlin wird ebenfalls die LT-Nockenwelle verwendet, weil in den USA bei einer gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit von 55 Meilen = ca. 90 km/h die Endleistung unerheblich ist, das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich jedoch sehr hoch sein sollte. Über die Ventilsteuerzeiten und das Verdichtungsverhältnis, das ganze in Verbindung mit einer Vergaser- oder Einspritzbestückung, lassen sich sehr unterschiedliche Leistungsanforderungen ohne Mühe realisieren.”
Hier noch die technischen Daten der Audi-Variante aus dem AR-Katalog von 1977 :
Vier Zylinder in Linie, (86,5 x 84,4 mm), 1984 cm3, Kompression 9,3:1, 115 PS (84,5 kW) bei 5500 U/min, 16,8 mkp (164,8 Nm) bei 3500 U/min, Oktanbedarf Superbenzin
Hängende Ventile, obenliegende Nockenwelle (Zahnriemen); Leichtmetall-Zylinderkopf; 5-fach gelagerte Kurbelwelle; Ölfilter im Hauptstrom, Fallstrom-Registervergaser, Trockenluftfilter. Batterie 12 V 45 oder 54 Ah (oder 63 Ah), Alternator 35 (Automat 55) a.W. 65 A; Wasserkühlung, Inh. 7 Liter, thermostatisch geregelter Elektroventilator.
































