Genfer Autosalon 2011 - geht der Automobilindustrie die Tradition verloren?
Weniger als in anderen Jahren wurde am Autosalon in Genf 2011 der Automobil-Tradition gehuldigt.
Schade eigentlich, denn die Formen der Vergangenheit sind halt doch überaus reizvoll und vermutlich würden nicht wenige der Salon-2011-Besucher den Aston Martin DB4 GT Zagato von 1962 auf dem diesjährigen Aston-Stand als das schönste Auto des diesjährigen Salons bezeichnen, oder vielleicht den Jaguar E-Type von 1961 neben den modernen XKs? Einige wenige Hersteller vermarkten ihre Tradition und Ingenieur-Geschichte zumindest teilweise aktiv.
So zeigt Mercedes-Benz einen Simplex und macht mit grossen Postern an der Decke auf ihre Automobiltradition aufmerksam. Am Fiat-Stand steht ein alter Weltrekordwagen, der Mefistofele-Fiat, bei Porsche wurde ein Lehner-Porsche Hybrid aufestellt, um auf die über 100-jährige Hybriderfahrung zu verweisen, und beim Cobra-Bauer Gullwing findet man einen AC Bristol.
Renault ging die Sache etwas halbzherzig an und zeigt entsprechend einen halben Renault R4L von 1961, der etwas traurig über dem Treppengeländer hing. Einige Anbieter zeigen zumindest noch Spuren der Vergangenheit auf Leinwänden und Computerbildschirmen, so zum Beispiel Bentley oder Lotus.
Das letzte Jahr war noch wesentlich ergiebiger und liess an vielen Ständen Vergangenheit aufblitzen, dieses Jahr steht überproportional im Zeichen der aktuellen Trends Hybrid und Elektroantrieb. Da sind wir gespannt, wie das nächstes Jahr weitergehen wird.
In einer ausführlichen Bildgalerie haben wir die schönsten historischen Ausstellungsobjekte und Displays zusammengefasst.


























