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Originale Ford GT40 von Graber in der Schweiz verfeinert

Bruno von Rotz - 11.12.2010

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Wenigen ist wohl noch bewusst, dass die Karosseriewerkstätte Graber aus Wichtrach im Auftrage der Ford Motor Company und der Performances Cars die Strassenversion des Ford GT 40 speziell überarbeitet hatten, um sie für den Strassengebrauch noch besser geeignet zu machen.

Ford GT 40 Street Performance Cars

In der Automobil-Revue 38/1966 vom 1. September 1966 wurde anlässlich des Tests der Strassenversion von diesem Typ "Street Performance Car" berichtet:

"Die sauber ausgeführte Strassenluxusvariante stammt aus der Karosseriewerkstätte Graber aus Wichtrach und wurde von letzterem im Auftrage der Ford Motor Company und der Performances Cars speziell überarbeitet. Mit einem wirklich aus oberster Sphäre des Automobilbaues gegriffenen Verkaufspreis von Fr. 110 000.- dürfte diese Luxusvariante vor allem für Enthusiasten aus amerikanischen Sportkreisen bestimmt sein.

Als grösste und weitaus teuerste Aenderung verleihen die seitlichen Kurbelfenster dem Wagen neue Aspekte. Die fix mit den Türen verbundenen Plexischeiben der Normalausführung sind somit durch bombierte, versenkbare Securitscheiben ersetzt worden. Dabei auferlegte die Karosserielinie und die Strömungstechnik des Gran Turismo dem Schweizer Fachmann etliche Knacknüsse. Die Türen sind niedrig und zum Verstauen von Kurbelfenstern keineswegs ideal gebaut. Dass dabei der in der Originalversion in der rechten Türaussparung eingebaute Radio auf die Unterseite des Armaturenbrettes dislozieren musste versteht sich von selbst. Die neue Türverschalung sowie die ganze Interieurausstaffierung mit den im Sitzkomfort noch verbesserten Einzelsitzen ist in echt Leder gehalten. In der Instrumenten- und Schalteranordnung hat das Armaturenbrett nur geringfügige Retouchen erfahren, dagegen wurde die bei der Oberkante angebrachte Sicherheitspolsterung verstärkt.

Durch spezielle Behandlung liess sich die poröse Kunststoffschale weitgehend ausebnen und dadurch in der Lackschicht vermehrter Glanz erzielen.
Seitenfenster, Windschutz- und Heckscheibe erhielten Einfassungschromrahmen. Im Heck wurden die auf der Oberseite angeordneten Luftschlitze durch Längschromschienen attraktiver gestaltet und neue Kühlluftgitter links und rechts der für die Auspuffrohre nötigen Karosserieaussparungen eingesetzt.

Die Frontpartie dieser Luxusversion hat gegenüber der Normalvariante etliche Abweichungen zu verzeichnen. Die beim Normaltyp nur durch ein abschlussseitig angebrachtes, feinmaschiges Gitter geschützten Lufteinlassschlitze für Ventilations- und Frischluft tragen flache Gitterstäbe. Die Plastikverdeckschalen der kleinen und grossen Lichteinheiten sind an ihren Rändern ebenfalls durch Chromringe eingefasst. Für Schmuck und vermehrte Stosssicherheit sorgen zusätzliche vordere Chromstäbe. Nebst all dem Erwähnten gehören auch verchromte Felgen, elegantere Benzintankverschlüsse und noch viele weitere Details zu der ansprechenden Graber-Version.

Zwei wichtige Merkmale verdienen besonders erwähnt zu werden, so die zur Normalausrüstung gehörende, im Vorführprototyp jedoch noch nicht montierte Klimaanlage und die beiden unter der Heckhaube liegenden Gepäckkasten. Wenn in den viereckigen, hohen Behältern auch keine Koffern Platz finden, so nehmen die auf der Aussenseite mit wärmeisolierender Masse versehenen Blechkoffern doch kleine Reiseutensilien auf.
Wie bei der Street-Version    lassen sich die Front- und Heckhauben als ganze Einheiten mittels Scharnieren hochklappen und mit wenigen Handgriffen auch vom Wagen trennen. Beide Hauben sind bei der Luxusausführung auf ihren Unterseiten ganz mit wärme- und schallisolierender Masse bespritzt.
Bei entsprechender Nachfrage ist die Herstellung in kleiner Serie und damit wohl auch eine kleine Preisreduktion nicht ausgeschlossen."

Ob dieser "Prototyp" und allenfalls noch weitere Fahrzeuge überlebt haben, ist uns nicht bekannt. Falls jemand jedoch je einen Ford GT 40 mit Kurbelfenstern entdeckt, dann könnte dies eines der Modelle sein, die bei Graber verfeinert wurden.

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