Der Frühling ist da, Zeit das Dach zu öffnen!
Wer die aktuellen Neuwagen-Angebote anschaut, der wird schnell entdecken, dass das Cabriolet am Aussterben ist. Natürlich gibt es noch offene Autos im oberen und obersten Preissegment, aber unterhalb von EUR/CHF 30'000 ist das Angebot sehr, sehr übersichtlich.
Die Alternative zum Neuwagen-Cabriolet ist natürlich ein offener Klassiker, denn hier ist die Auswahl gross und vielfältig. Nicht nur wurden diese Autos oft geschont und befinden sich in einem guten Zustand, sie sind auch sehr preiswert und ein grosser Wertverlust muss nicht mehr befürchtet werden.
Wir hatten diese Woche die Gelegenheit, gleich drei interessante Cabriolet-Klassiker aus drei Jahrzehnten zu vergleichen, welche die Oldtimer Galerie am 22. März 2025 in Toffen versteigern wird. Ihre Gemeinsamkeit ist die Offenheit, aber auch ein attraktives Preisniveau. Interessanterweise decken die drei Autos auch gleich das ganze Motorenspektrum von sechs, acht und zwölf Zylindern ab.
Der Mercedes-Benz E 320 als Cabriolet (Bild oben) ist wohl die vernünftigste der drei Optionen, zu denen wir natürlich in Kürze umfangreiche Beiträge veröffentlichen werden. Mit vier vollwertigen Sitzen ist der “Benz” ein Auto für die ganze Familie, auch ein nutzbarer Kofferraum ist vorhanden. Die dauerhafte Natur und das Wissen, dass die Baureihe W124 sehr erfolgreich und in grossen Zahlen gebaut wurde, schaffen Vertrauen.
Der Jaguar XJ-SC von Mitte der Achtzigerjahre kommt da schon deutlich exotischer daher. Nur gerade 2915 Linkslenker mit der unorthodoxen Dachkonstruktion wurden gebaut. Das Targa-Cabriolet überzeugt mit nach Wunsch gestaltbarer Durchlüftung und mit den Qualitäten, welche die oft unterschätzte XJS-Baureihe von manchem Konkurrenten unterschied.
Der Maserati Spyder Cambiocorsa ist in diesem Trio der modernste Wagen, was sich nicht nur in der Anwesenheit eines automatisierten Schaltgetriebes mit sechs Gängen, sondern auch mit einem grossen LCD-Bildschirm in der Mittelkonsole und vielen Warnleuchten in einem zweiten LCD-Screen zwischen den Instrumenten zeigt. Immerhin ist die Uhr noch analog. Als reiner Zweisitzer mit durchaus geräumigem Gepäckabteil verfügt der Maserati, der mit einem vollautomatischen Verdeck ausgerüstet ist, über zeitgemässe Reisequalitäten.
Offenfahren macht einfach Spass, ob man dies lieber im klassischen Jaguar, im vernünftigen Mercedes-Benz oder im heissblütigen Maserati tun will, ist mehr eine Frage der persönlichen Präferenzen. Und vielleicht der finanziellen Reserven, sollte doch einmal etwas schiefgehen.



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