Der Alfasud vor dem Alfasud
Der Alfa Romeo Alfasud wurde bekanntlich 1971 präsentiert und er war ein fortschrittliches Automobil. Nur wenige aber wissen, dass es bereits 1954 Pläne gab, einen Alfasud zu bauen und jener frühe Entwurf wäre sogar noch innovativer gewesen.
Man hatte damals bei Alfa Romeo erkannt, dass neue Märkte und ein wachsender Bedarf für kleine und bezahlbare Autos entstand. Mit den bisherigen Autos und Fabriken konnte man hier nicht mitmischen also entstand die Idee, im Süden mit Subventionen eine neue Industrie aufzubauen und dort einen zukunftsgerichteten Fahrzeugtyp zu produzieren.
Das Auto sollte einen luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor von knapp 500 cm3 Hubraum haben, welcher über ein Vierganggetriebe die Vorderräder antrieb. Fahrbereit wäre der kompakte Wagen etwa 480 kg schwer gewesen und hätte 90 km/h Spitze bei einem Durchschnittsverbrauch von fünf Litern pro 100 km geschafft.
Eine selbsttragende Karosserie mit zwei Türen und Heckklappe hätte Platz für vier Personen geboten. Eigentlich war dies fast schon die Blaupause für den fünf Jahre später erscheinenden Austin Mini gewesen.
Leider scheiterte der Plan an den fehlenden Finanzmitteln des Ministerrates für den Mezzogiorno. 17 Jahre später kam der Alfasud dann doch noch, den Boxermotor hatte man beibehalten, der Rest wurde eine ganze Nummer grösser.
Die ganze (heute fast vergessene) Geschichte kann in der Ausgabe 49/1974 der Automobil Revue nachgelesen werden.

































