Vergessene Filmautos: Der Mercedes-Benz SL aus "Jackie Brown"
Ein kleiner Waffenhändler, der sich für einen ganz grossen hält, fährt natürlich kein altes amerikanisches Auto – sondern ein nicht ganz so altes deutsches. Statt in ein klassisches Muscle Car setzt Quentin Tarantino seinen Schmalspurschieber Ordell lieber in einen Mercedes-Benz SL der Baureihe 107. Der ist 1997, als der Film entsteht, schon nicht mehr taufrisch, macht aber mit den Achtloch-Rädern des Nachfolgers trotzdem auf jugendlich.
Baujahr und Modell sind nicht bekannt. Die einzigen gesicherten Informationen sind Nebensächlichkeiten. Die Alarmanlage gibt beim Entsperren ein hohes "U-uh-u" von sich und der Verstärker der Stereoanlage ist eingestellt, "wie es sich gehört". Über die Motorisierung verliert Ordell hingegen kein Wort. Die ist aber auch unwichtig, denn die meiste Zeit steht das schwarze Cabrio mit dem Coupédach unbewegt am Strassenrand – entweder vor dem Kautionsbüro oder dem Cockatoo Inn.
Erst als sich Titelheldin Jackie den Benz von Ordell "leiht", kommt er länger in Bewegung. Dass die Stewardess, die ihn gerade um 500'000 Dollar betrogen hat, möglicherweise auch noch den Verstärker verstellt, dürfte den Besitzer da schon nicht mehr stören.

































