Was ist eigentlich im Klassikermarkt los?
In letzter Zeit kriegen wir immer wieder Anfragen, was den aktuell im Klassikermarkt abgehe. Offenbar sind Oldtimerbesitzer, die ihren Wagen zum Verkauf anbieten, über die zurückhaltenden Reaktionen der potentiellen Interessenten besorgt. Manch einer kriegt auch kaum oder keine Anfragen, obschon seiner Meinung nach das zu verkaufende Fahrzeug zu einem attraktiven Preis inseriert wurde. Auch Händler berichten uns, dass das Verkaufen deutlich aufwändiger und anstrengender geworden sei. Die Zeiten, als man ihnen die Autos fast schon aus der Hand gerissen hat, sind wohl vorbei.
Tatsächlich scheint aktuell auf dem Oldtimermarkt eher das Angebot und nicht die Nachfrage zu überwiegen. Wobei man schon unterscheiden muss, um welche Art Autos es sich handelt. Und man muss auch genauer hinschauen, wer denn die heutigen Oldtimerkäufer sind.
Viele ältere Herrschaften, die ihre Autos nun eine ganze Weile besassen, möchten ihre Sammlungen eher verkleinern und den einen oder anderen Wagen abstossen. Allerdings interessieren sich die heutigen Käufer oftmals eher für jüngere Autos als jene, die zahlreich auf den Markt kommen. So zieht eben vielleicht der (fiktive) 45-Jährige, der seinen ersten Klassiker kauft, einen BMW 635 CSi, einen Porsche 944 oder einen Datsun 240Z einem MG TC oder einem Fiat 1100 vor. Und so geraten Angebot und Nachfrage aus dem Lot, was auf die Preise und auch generell das Interesse an bestimmten Fahrzeugsegmenten drückt.
Schon eine ganze Weile wird diskutiert, dass sich Vorkriegsautos nur mehr schwer an den Mann oder an die Frau bringen lassen, wenn es nicht gerade um ein besonders sportliches oder elegantes Fahrzeug handelt. Ähnliches scheint es nun langsam auch den Autos der Fünfziger- und frühen Sechzigerjahren zu passieren.
Aber selbst junge und attraktive Sportwagen erzielten in den letzten Wochen oft nicht die Preise, die sich die Verkäufer erhofft hatten. Dies wiederum dürfte an einem generellen Überangebot liegen, mit dem das heute Preisniveau noch nicht korrespondiert.
Man sollte allerdings nun nicht einfach in eine Depression verfallen als Verkäufer. Es gibt weiterhin viele Leute, die einen Klassiker kaufen möchten. Vielleicht muss man sich einfach etwas mehr anstrengen und etwas mehr Geduld haben, bis der richtige Interessent sich meldet. Und natürlich muss der Preis stimmen.
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