Ilinga – elegant, aber vergessen
Wie viele andere vor und nach ihnen hatten auch Tony Farrel, ein Rennfahrer und Ingenieur, sowie Daryl Davies, ein Industrieller mit einem Autozubehörgeschäft, die Idee, einen eigenen Sportwagen zu bauen.
Sie nannten ihr Auto “Ilinga”, was in der Sprache der australischen Ureinwohner “weit weg” bedeutet.
Das elegante Coupé wurde an der 40. Motor Show von Melbourne im Jahr 1975 präsentiert und war klar im Luxussegment positioniert. Als Antrieb wurde der Aluminium-V8-Motor erkoren, der auch schon bei Buick und Rover zum Einsatz gekommen war vorher. Mit rund 200 PS zielte man auf eine Höchstgeschwindigkeit von 200 bis 220 km/h.
Ausgerüstet war das zweitürige Coupé mit Klimaanlage elektrischen Fensterhebern, Lederausstattung, Radio-Tonband und einem Schirm, der bei plötzlich aufkommenden Regenschauern die Besatzung schützen sollte.
Es war geplant, dass 38 Spezialisten jeweils zwei Autos pro Woche bauen sollten, die dann für AUS$ 15'750 einen glücklichen Besitzer suchten. Man sprach tatsächlich schon von 30 fixen Bestellungen nach dem Autosalon und sah keine Probleme, 100 Autos pro Jahr zu verkaufen.
Doch es kam anders, nach frühen Produktionsproblemen wurde das Projekt bereits nach zwei gebauten Fahrzeugen gestoppt. Knapp ein Jahr hatte die Firma gearbeitet und dann gingen die Lichter aus, weil man Probleme mit den Borg-Warner-Getrieben hatte. Zum ebenfalls geplanten viertürigen Modell kam es so nie.
Beide fertiggestellten Exemplare sollen übrigens überlebt haben, das eine in einem Museum, das andere in Privatbesitz und in Erwartung einer Restaurierung.
P.S. Wetten wir, Sie hätten den Wagen nicht erkannt, wenn wir ihn in einem Quiz zur Wahl vorgeschlagen hätten?


























