Es war einmal … das Cabriolet
Na ja, ein bisschen zu früh sind wir mit unserem Unkenruf vermutlich schon. Noch kann man neue Cabriolets kaufen. Allerdings dünnt sich der Bestand zunehmend aus. Volkswagen hat gerade bekannt gegeben, dass die Produktion des offenen T-Roc aufgegeben werden soll. Und dies war immerhin der letzte offene VW. Bei anderen Marken sieht es nicht viel besser aus, oder dann sind offene Autos nur noch im obersten Preissegment zu finden. Immerhin hält Mazda (vorerst) noch dem offenen MX-5 die Treue, aber bei Toyota etwa gibt es keine offenen Personenwagen mehr, bei Honda genausowenig. Auch einen offenen Alfa Romeo oder Fiat sucht man vergebens im aktuellen Angebot, dabei waren doch gerade die Italiener Garanten für kostengünstige Cabriolets. Jetzt muss man schon zu einem Maserati oder Ferrari greifen …
Es dürfte viele Gründe für das aktuelle Cabriolet-Sterben gelben. Zum einen sind offene Autos auf dem Papier weniger verbrauchsgünstig, zum anderen sind Nischenautos wegen teurer Homologierungskosten für den Hersteller immer weniger ein Geschäft. Und schliesslich werden auch noch die Autokäufer bequemer und verwöhnter, wollen lieber in einem gekühlten Coupé (oder SUV) fahren als in einem der Sonne ausgesetzten Cockpit.
Für den zukünftigen Oldtimer- und Youngtimer-Käufer ist diese Entwicklung kein Vorteil, denn gerade im “zweiten Leben” werden Cabriolets oft deutlich begehrter. Wenn es nur noch um den reinen Spass und die Fahrfreude geht, dann sind offene Autos eben wieder sehr interessant, erlauben sie doch ein ungestörtes akustisches Erlebnis des Fahrens und eine engere Verzahnung mit der Umwelt. Aber, wenn keine neuen Cabriolets gebaut werden, werden sie auch als Youngtimer und Oldtimer dereinst fehlen. Schade …
Immerhin kommen Cabriolet-starke Jahrgänge jetzt gerade ins frühe Oldtimer- und Youngtimer-Alter. Aktuell ist die Auswahl an klassischen Offenfahrautos also noch gross … und der nächste Frühling kommt bestimmt!


























