BMW 1600 CS – Der 02 mit dem skeptischen Blick
Die BMW-Coupés auf Basis der "Neuen Klasse" waren mehr elegante Gleiter als sportliche Renner. Selbst das Werk setzte auf der Rennstrecke lieber die Limousine ein. Wer aber Gefallen an der schmaläugigen Frontpartie gefunden hatte und sich trotzdem nach etwas mehr Fahrdynamik sehnte, musste nicht in die Röhre schauen, sondern konnte sich ab 1967 an Willi Martini aus Adenau am Nürburgring wenden.
Dort baute der durch seine Eigenbauten auf BMW-700-Basis bekannt gewordene Martini den kompakten 1600-02 zum "BMW 1600 CS" um. Dazu implantierte er der Münchener Kompaktlimousine Scheinwerfer, Kühlergrill und Rückleuchten-Ensemble des grossen 2000 CS. Den Innenraum veredelte Martini mit Schalensitzen und Holzlenkrad. Doch dabei liess es der Rennwagenkonstrukteur natürlich nicht bewenden.
Wer knapp 20'000 Mark lockermachen konnte, der bekam eine Rennsport-Ausführung mit Koni-Stossdämpfern, verstärktem Stabilisator, der Vorderachse des BMW 2000 TI mit Scheibenbremsen, einen Bremskraftverstärker, eine mit GFK-Teilen erleichterte Karosserie und einen auf 150 PS leistungsgesteigerten Motor. Eine Kleinserie von 50 BMW 1600 CS wollte Willi Martini auflegen. Wie viele es am Ende wurden, ist unbekannt.

































