Oldtimer beobachten in der Stadt
Es ist endgültig Herbst, die Blätter sind gelb, die Temperaturen deutlich gesunken. Trotzdem kann man noch draussen sitzen, die Sonne wärmt immer noch ein bisschen. Also sass ich am Wochenende wieder einmal im Strassenkaffee und verfolgte das Treiben auf der Verkehrsader. Wer nicht glaubt, dass Oldtimer im modernen Strassenverkehr nur eine kleine Rolle spielen, wird schnell eines Besseren belehrt. Autos, die älter als 30 Jahre alt sind, fahren nur sporadisch an einem vorbei, das Gros der Fahrzeuge ist weniger als 10 Jahre alt, Alltagsautos halt.
Irgendwann fährt dann vielleicht ein Porsche 964 vorbei wie auf dem Bild, knapp über 30 Jahre alt und im Alltagsverkehr problemlos unterwegs. Auch nach einer Stunde oder mehr ist noch weit und breit kein Vorkriegsauto sichtbar, als seien diese ausgestorben.
Zwar gibt es durchaus noch einen nennenswerten Bestand an Autos der Zwanziger- oder Dreissigerjahre, aber in die Stadt fährt damit kaum jemand mehr, wenn es vermeidbar ist. Mit einem Mercedes-Benz der Achtzigerjahre oder einem BMW derselben Epoche geht das viel problemloser und gar nicht so selten verfügen Oldtimerbesitzer ja über mehrere Autos. Da wird halt das für den Einsatzzweck sinnvolle Fahrzeug ausgewählt und immer häufiger ist es der modernere Wagen. Kein Wunder sinken die Jahresfahrleistungen vor allem bei den sehr alten Klassikern stetig. Und diese 300 oder 500 km im Jahr, die will man dann ja nicht im Stau in der Stadt stehen, sondern über schöne Landstrassen fahren …


























