Humor in der Auto-Bedienungsanleitung
Als wir den
historischen Fahrbericht zum NSU Wankel Spider
aus dem Jahr 1964 publizieren, fiel uns auch noch die Bedienungsanleitung des Wagens in die Hände. Wie üblich ist sie äusserst kompakt gehalten, aber doch immerhin 62 Seiten dick.
Immerhin 18 Seiten erklären die Technik, bei einem derartig innovativen Auto mit neuartigem Motor auch sinnvoll. Auch Zeittafeln mit wichtigen Entwicklungen seit 1588 (!) waren Teil des Büchleins.
Für Erläuterungen zum Fahren reichten vier Seiten, dafür wurden die technischen Innereien auf acht Seiten dokumentiert.
Weitere acht Seiten legen die Grundlage für Wartung und Pflege, die restlichen neun Seiten erklärten die wichtigsten Handgriffe und Interventionen im Pannenfall. Und ja, es gab auch noch ein Stichwortverzeichnis. Soweit alles normal und nicht abseits der damaligen Norm.
Wenn man aber etwas genauer hinschaut (und liest), dann fallen einem die Titel auf, denn diese wurden offenbar mit feinem Sinn für Humor getextet. So werden Verdeck und Türen unter dem Titel “Dachorganisation” erläutert. Unter “Kraftwerksbesichtigung” findet man die technischen Daten des Motors, unter “Strenge Maßnahmen” die Masse und Gewichte. Als Titel für den Schaltplan wählten die Anleitungsmacher “Guter Anschluß”, während “Getränkekarte” die Überschrift über das Kapitel zum Benzin und Öl ist.
Weiter hinten dann “Die Drei für die Tankstelle”, hier werden Batterie, Luftfilter und Reifen dokumentiert. Unter dem Titel “Wechselkurs” erfährt der Autobesitzer, wie er ein Rad wechseln kann. Auch “Augenweide” bei der Erklärung des Armaturenbretts (Bild oben) passt in diese Sequenz. Und so weiter und sofort …
Werfen Sie am besten selber einen Blick in die Anleitung (Premium).
































