Gempen Memorial abgesagt – nicht zu viel Vor(aus)sicht!
Am 12. September 2026 hätte das Gempen Memorial stattfinden sollen, ein ungezwungener Anlass in der Region Dornach im Kanton Baslelland. Am 19. August wurde nun entschieden, dass der Anlass nicht durchgeführt werden soll: "Das Organisationskomitee hat die Lage in den vergangenen Tagen intensiv beobachtet und sich mit den Vertretern der Behörden, Blaulichtorganisationen sowie mit Partnern und Sponsoren laufend ausgetauscht. Vor allem das Areal rund um das Schulhaus Gempen mit dem Festplatz und dem Parkplatz auf der Wiese sowie der Zielbereich hätten bei der Durchführung des Anlasses eine grosse Herausforderung dargestellt. Eine unvorsichtig weggeworfene Zigarette auf einer ausgetrockneten Wiese hätte rasch zu einem Flächenbrand führen können. Das ganze Gebiet des Anlasses in Gempen und Dornach befindet sich in der Gefahrenstufe 5 mit absolutem Feuerverbot."
Das sind klare Worte und die Gründe sind verständlich. Es mag sich allerdings die Frage stellen, ob man denn drei Wochen im Voraus bestimmen kann, wie das Wetter sein wird. Aufgrund der aktuellen Prognosen darf man nämlich davon ausgehen, dass die kommende Woche regnerisch ist. Das würde die Gefahr eines Wiesenbrandes doch erheblich vermindern.
Diese Sicht greift allerdings zu kurz, denn es gibt wie bei jeder Unternehmung einen "point of no return". Wird dieser überschritten, bedeutet jeder Abbruch einen ungemein höheren Aufwand – für nichts. Darum ist es vernünftig, einen Entscheid zu fällen, selbst wenn er, wie das OK betont: "...dem Organisationskomitee nicht einfach gefallen (ist)."
Nun hoffen die Organisatoren auf den Support von Sponsoren und Teilnehmern, etwa indem die Startgelder einbehalten werden dürfen und für die nächste Auflage verwendet, die zu einem ähnlichen Zeitpunkt 2027 stattfinden soll. Ich hoffe, dass diese Entscheidung nicht nur bei allen Beteiligten auf Verständnis stösst, sondern diese auch den nötigen Support leisten. Denn wie meistens in solchen Dingen lebt der Anlass von Freiwilligenarbeit.
Nun, auch für mich ist das schade, aber ich freue mich auf das kommende Jahr und hoffe, dass sich mein guter Kumpel wieder dazu durchringen kann, seinen kleinen Giftzwerg aus Turin mit mir als Beifahrer und "Sandsack" zu teilen – denn dem Leistungsgewicht bin ich ganz bestimmt nicht zuträglich!
(Bild: © Ruedi Menzi)


























