Das kann doch nicht wahr sein …
Auf einmal war der Lack ab. Wobei, Lack war es offensichtlich nicht, sondern mehr eine aufgeklebte Folie. Am BMW-Logo. Am Logo! Der Visitenkarte eines Unternehmens, fast so etwas wie der Heilige Gral am Auto. Auf den man stolz ist. Bis der Lack abfällt.
Bei meinem E30 schabte sich die Farbe noch langsam ab. Nach mehr als zwei Jahrzehnten unter gefühlt tausend Laternen, durch 40 Jahreszeiten, Sonne, Schnee und Regen, zeigte das Logo auf der Motorhaube erst eine gewisse Mattigkeit, danach wurde die Haut dünn, pardon, der Lack. Das nennt man wohl auch Patina. Handlungsbedarf war nicht gegeben, man darf in Würde altern.
Doch beim E46 Cabrio, das jüngere Auto, nie im Winter gefahren, achtsam in der Garage verwahrt, sorgsam gepflegt und gewaschen, war nach zwei Jahrzehnten die Lebensdauer des weiss-blauen Emblems ebenfalls vorbei. Gestern noch schön, heute nur noch ein abgerockter Knopf, auf dem sich nur traurige Farbreste befinden. Folie, keine eingebrannte Emaille, geklebt. Ein unwürdiger Zustand.
Beim BMW-Garagisten des Vertrauens ist das Logo sogar vorrätig. Was stutzig machen kann, offenbar lohnt sich die Lagerhaltung, weil regelmässig ein trauriger Kunde vorbeikommt. 50 Euro oder Franken will er dafür. Das verschlägt einem die Sprache. Ein China-Händler bietet Embleme für weniger als 2 Euro an, doch ob das was taugt? Und die Grösse muss ja auch stimmen. Also tief in die Tasche greifen, um den Youngtimer wieder ansehnlich zu machen.
PS: Der Schnellcheck in gängigen Foren zeigt, das Problem ist bekannt und jeder braucht früher oder später ein Nachrüstemblem. Was für eine Schande, dabei sind die Bayern ja gern stolz auf ihre Arbeit. Da sollten sie beim Service-Termin ein beschädigtes oder hässliches Logo einfach mal gratis tauschen. Das kostet den Herstellern oder Garagisten kaum mehr als ein Lächeln. Marketing an der besten Stelle. Und was würde das die Kunden glücklich machen … frischer Stolz für ihre Marke.

























