Eine automobile Film-Perle
Es gibt Filme, die man nie vergisst. So wie den Auftritt eines Peel P50 in „Top Gear“ mit Jeremy Clarkson am Steuer. Das war vor 17 Jahren und Youtube registriert seitdem 29 Millionen Aufrufe – alle 20 Sekunden schaut jemand den knapp 9-minütigen Film. Da kommt kein Supersportwagen mit.
Der einsitzige Peel P50 von der Isle of Man hatte ein kurzes Leben von 1961 bis 1963, nur rund 120 Stück wurden gebaut. Ein Minimalisten-Modell: 60 Kilo schwer, 1,35 Meter lang und 99 Zentimeter breit mit 50 Kubik, 4 PS, und 50 km/h schnell. Drei Gänge, keiner für rückwärts, weswegen der Peel zum Wenden kurz gelupft werden muss.
Clarkson fährt mit dem Peel durch London zur BBC, zieht ihn wie einen Trolley-Koffer ins Gebäude, fährt durch die Gänge bis in den Fahrstuhl und muss in der richtigen Etage eine Moderatorin bitten, ihn rauszuschieben, weil, wie gesagt, kein Rückwärtsgang vorhanden ist. Der Höhepunkt ist, wie er im Hintergrund durch eine laufende Nachrichtensendung rollt.
Clarkson und Top Gear durften alles und schufen mit dem kleinen Auftritt des kleinsten Serienautos der Welt eine automobile Film-Perle. Übrigens: Der Peel wurde auf Zwischengas bereits vor zehn Jahren gewürdigt. Und es gibt immer noch die Peel Engineering Limited, die den Auto-Zwerg nachbaut.

































