Alte Ferienzeiten
Ach, war das früher noch einfach. Ich hatte stets eine Kiste mit Kocher, den Grundnahrungsmitteln wie Salz und Öl und dergleichen, Geschirr, Küchenmesser, Pfannen und mehr griffbereit in meiner Garage. Dazu kamen Tisch und Klappstühle, eine Gaslaterne, eine Petrollampe (die liegt noch heute im Auto) und auch Wachsfackeln, eine Duftkerze gegen Mücken und dann natürlich eine Wäschekiste, die man lediglich zu ergänzen brauchte. So ging es jeweils los, meist in völliger Unwissenheit, in welche Ecke es mich verschlagen würde.
1995 war das der Jura oberhalb von Yverdon, auf dem Campingplatz les Clouds. Natürlich war der VW-Bus unser (T)raumschiff, das uns überall dort hinbrachte, wonach uns gerade die Lust stand. Dazu muss ich ergänzen, dass man damals eher weniger damit rechnen durfte, ebenso einem T1 zu begegnen, als dies heute der Fall ist. Zudem war man mit einem VW Bus weder besonders cool noch hipp, sondern eher praktisch veranlagt und mit dem T1 hatte man den entscheidenden Vorteil, dass er keine Schiebetür hat.
Recht oft hörte ich die Platzbetreiber sich beklagen, dass die VW-Busse immer wieder mit überaus lauten Schiebetüren negativ auffallen würden. Doch mein Bus hat Klapptüren, also gab es jeweils Entwarnung, später am Abend noch auf einem Campingplatz aufzutauchen. Und selbst wenn wir keinen Einlass erhalten hätten, so war es noch möglich, sich auf einem Parkplatz oder am Waldrand für eine Nacht niederzulassen.
Die Distanz einer Reise richtete sich hauptsächlich nach dem Reisebudget. Es gab jeweils ein Couvert – für die deutschen Leser einen Briefumschlag – im Auto, worin das nötige Kleingeld für das Benzin zur Rückfahrt lagerte. Man wusste ja nie.
Der Wagen hat immer gehalten, das Budget weniger. Doch das Meer habe ich meistens erreicht, auch damals 1995 – oder zumindest Paris.


























