Mercedes-Benz 200 SLD – Oder: Wiederholungen gefallen manchmal doch
Wir hatten es zwar gestern schon von Rekordautos, aber diese hier sind zu skurril und unbekannt, um nicht gewürdigt zu werden.
Am 25. und 26. November 1959 haben die vier Rallyefahrer Max Nathan, Leopold von Zedlitz, Otto Gastell und Helmut Kögel nämlich eine 24-Stunden-Fahrt in einem Mercedes-Benz 190 SL absolviert – mit Dieselmotor! Konkret: Mit dem auf 2032 ccm vergrösserten und auf 60 PS gesteigerten Vierzylinder des 190 D, um in der FIA-Klasse D für Selbstzünder bis drei Liter Hubraum antreten zu können.
Am Ende der "Tagesetappe" auf dem Hockenheimring standen 2977,316 Kilometer auf dem Zähler. Mit den daraus errechneten 124,1 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit war der bisherige Rekord von 108,5 km/h recht deutlich übertroffen worden. Zusammen mit den Kurzstreckenrekorden am Mittwochvormittag konnte der nagelnde Nitribitt-Roadster insgesamt 24 neue Bestmarken aufstellen.
Ziemlich genau zwei Jahre später wiederholten die Privatiers Walter Assenheimer und Hans Hölder das Unterfangen in ähnlicher Form: auch Hockenheim, auch 190 SL, auch Dieselmotor. Allerdings wollten sie nur die Kurzstreckenrekorde über Distanzen von einem Kilometer bis zehn Meilen brechen, dafür aber in beiden Klassen.
Für Klasse E hatten sie den Vierzylinder bei unverändertem Hubraum auf 65 PS gebracht. Ein verkleidetes Cockpit und eine niedrige Windschutzscheibe sollten den Luftwiderstand verringern. Für Klasse D wurde anschliessend ein 2035 ccm grosser Motor installiert, mit dem weitere acht Rekorde geholt wurden, sodass sich die Gesamtzahl auf 16 verdoppelte.
Selbst dieser Beitrag ist ein Stück weit eine Wiederholung. Denn Diesel-SL Nummer 1 war vor über zehn Jahren schon einmal Thema eines Blogbeitrags. Allerdings ist damals auf Nummer 2 nicht eingegangen worden, sodass wir die beiden "DieSL" hier gerne nochmal als Pärchen präsentieren. Doppelt hält manchmal einfach besser.


























