Die Fonziemethode
Patsch! Ausgerechnet im blödestmöglichen Zeitpunkt gibt der vordere linke Fensterheber den Geist auf. Also die Tür so weit öffnen, wie es in der engen, steilen Parkhauseinfahrt möglich ist, mit dem rechten Fuss das Bremspedal getretenhalten und irgendwie zwischen A-Säule und Türrahmen zum Billetschlitz des Automaten durchgreifen, während man innerlich über zu viel Elektronik in modernen Autos flucht.
Gut, irgendwie bin ich ja auch selbst schuld. Was muss ich mir auch gerade dieses Modell kaufen? Bei den modellgepflegten Opel Omega B sind die Fensterheber nun einmal eine bekannte Schwachstelle. Und mit klassischen Kurbeln gab es ihn nicht – zumindest nicht vorn. Irgendwann musste das also passieren.
Mit der Furcht des ungelenkigen Schreibtischtäters vor der wiederholten Schrankengymnastik bei der Ausfahrt, klammere ich mich an den letzten Strohhalm, der sich noch bietet: Die Fensterheber-Elektrik läuft über vier verschiedene Sicherungen. Vielleicht ist ja nur... Also Sicherungskasten auf, alle geprüft – alle heil.
Dann kann nur noch Fonzie helfen. Der hat in der Fernsehserie "Happy Days" auch alles mit einem beherzten Klapps an die richtige Stelle wieder inganggesetzt. Und tatsächlich: Kaum dass jede Sicherung einen kleinen Denkanstoss erhalten hat, fährt Scheibe in der Fahrertür auf Befehl auf und nieder, als wäre nichts gewesen.
Merke: Youngtimer der Jahrtausendwende sind zwar schon modern genug, um mit gelegentlichen elektronischen Spasmen zu nerven – gleichzeitig aber noch alt genug, um sich mit simplem Dranwackeln und Draufklopfen reparieren zu lassen. Ayyy!































