Wenn der Oldtimer zum Stressfaktor wird
Ein altes Auto ist für viele Leute ihr Hobby, eine Oase der Erholung. Man setzt sich in den alten Wagen und landet in einer anderen Zeit, vergisst Alltagssorgen und sammelt schöne Erinnerungen.
Doch nicht immer ist es so. Immer wieder sprechen wir mit Klassikerbesitzern, die darüber klagen, dass die alten Autos (meist geht es um mehrere) auch Stress produzieren können. Sammler kennen die Thematik. Es ist halt so, dass Oldtimer besser funktionieren, wenn sie regelmässig gefahren werden. Lässt man den Klassiker einige Monate stehen, kann es gut sein, dass er nicht mehr so gut läuft wie vorher, neue Marotten zeigt oder sogar zum Reparaturfall (Stichwort Standschaden) wird. Dann muss das Auto, wenn man es nicht selber richten kann, wieder zum Spezialisten, was zu Rechnungen und logistischem Aufwand (Bringen, Abholen) führt.
Je mehr Autos man hat, umso grösser wird die Herausforderung, allen Wagen regelmässig gerecht zu werden.
Nicht erleichtert wird die Situation dadurch, dass es nicht mehr so einfach wie früher ist, das alte Auto in den normalen Alltag einzubauen. Natürlich gibt es für alles eine Lösung, aber oftmals ist es halt einfacher und komfortabler, zum klimatisierten und mit Navigationsgerät ausgerüsteten Alltagsauto zu greifen, statt einen Klassiker aus der Garage zu holen, dem man vor der Losfahrt noch ein Minimum an Wartung/Kontrolle zugestehen sollte und für dessen Fahrten mehr Umsicht und Vorausplanung sinnvoll ist.
Nicht alle Oldtimerenthusiasten können vermutlich die geschilderten Probleme nachvollziehen, aber es gibt schon gute Gründe, dass immer mehr Klassiker-Sammlungen auf den Markt zu kommen scheinen …

































