Es war einmal ... das einfache Autowaschen
Ja, früher war Autowaschen noch einfach. Man stellte den Wagen auf den Hof, rollte einen Schlauch aus, nahm einen Eimer mit Autoshampoo dazu und los ging's mit der liebevollen Handwäsche. Am Schluss wurde noch abgeledert und bereit war der Wagen für die nächste Woche.
Schon in den Sechzigerjahren kamen Autowaschanlagen auf, die einem diese Arbeit abnahmen. Fortan fuhren immer mehr Autobesitzer ihren Wagen in die Anlage und liessen ihn mit Bürsten und anderem Reinigungszeug reinigen.
Heute ist die Handwäsche (aus Umweltschutzgründen) vor dem Haus bald überall verboten. Als Alternative gibt es nun Wäscheplätze und weiterhin die Durchfahrtwaschanlagen.
Einfacher ist das Autowaschen damit aber nicht geworden, denn moderne Autos haben zunehmend ihren Eigensinn. Bei vielen Durchfahrts-Anlagen muss man heute den Motor laufen lassen, während der Wagen durch die Einrichtung gezogen wird.
Da heisst es, Schlüssel im Auto lassen, damit sich nicht etwas blockiert. Und dann sollte man auch noch sicherstellen, dass der Wagen nicht vor auftauchenden Hindernissen plötzlich bremst oder seine Weiterfahrt verweigert, sobald man aussteigen will.
Bei einem Fiat 500e beispielsweise muss man einige Systemeinstellungen anpassen, bis man ihn der Waschanlage übergeben kann. Manche Autofahrer haben dabei soviel Stress, dass sie ihr Auto lieber gleich einem Servicebetrieb anvertrauen für die Prozedur …
Da war doch das Waschen im Hof noch herrlich unkompliziert.


























