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Ferrari 365P oder die Antwort, die Enzo Ferrari nie gab

Bruno von Rotz - 19.03.2011

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Als Ferruccio Lamborghini 1966 den Lamborghini Miura der Welt präsentierte, änderte sich die Welt der Sportwagen von einem Tag auf den anderen. Mit seinem Mittelmotor nahm der Miura direkte Anleihen vom Rennsport und Sportwagenkunden aller Länder blickten wohl an den Autoausstellungen in Paris, Genf oder Turin zum Ferrari-Stand hinüber, um zu sehen, welche Antwort von da kam. Aber bei Ferrari blieb man stumm.

Ferrari 365P - provokative Mittelmotor-Studie von 1966 mit drei Plätzen und Lenkrad zentral - von Pininfarina

Ferrari war gerade daran, den 365 GTB/4, den meisten Leuten unter dem Namen Daytona bekannt, zu lancieren, notabene mit Frontmotor. Es sollte noch bis 1971 gehen, bis Ferrari mit dem Berlinetta Boxer einen Mittelmotor-12-Zylinder-Sportwagen präsentieren konnte, kaufen konnte man diesen gar erst 1973 und da schob Lamborghini bereits den Countach mit längseingebautem V-12 nach.

Dabei gab es bereits 1966 einen Mittelmotor-Ferrari-12-Zylinder-Wagen, nämlich den 365P, durch Pininfarina als Prototyp auf der Basis eines P2-Rennwagens mit längsliegendem 12-Zylinder-Motor aufgebaut (der Miura hatte “nur” einen querliegenden Motor) und in Paris präsentiert. Aber das Auto war nicht fertig - das war im übrigen der Miura bei der ersten Präsentation auch nicht - und man hatte wohl auch nicht den Mut, den Dreisitzer - der Fahrer sass in der Mitte, wie beim späteren McLaren F1 - zur Serienreife zu bringen. Design-technisch finden wir aber viele Elemente wenig später beim Dino 206 GT wieder.

So aber blieb die Antwort Enzo’s auf den Miura zumindest vorübergehend aus.

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