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Aus der Zeitung unseres Grossvaters: Das Automobil und die drahtlose Telegraphie

Bruno von Rotz
01.12.2010

In der Automobil-Revue N1 1+2 von 1906 (erschienen am 1. Januar 1906 notabene) war ein Bericht zum Thema drahtlose Telegraphie im Automobil zu lesen, der aus Sicht der heutigen Zeit, wo Mobiltelefon, Telemetrie und Automobilbau zu verschmelzen scheinen, zum Schmunzeln anregt.

Der genaue Wortlauf der Notiz soll deshalb hier in voller Länge wiedergegeben werden:

Das Automobil und die drahtlose Telegraphie

Der Gedanke, die Apparate für drahtlose Telegraphie, die ohnehin schon eines Motors bedürfen, gleich ganz und gar automobil auszugestalten, liegt so nahe, dass seine verhältnismässig seltene Durchführung nur aus den noch bei den Militärbehörden bestehenden Vorurteilen gegen das Automobil zu erklären ist. Erst den Amerikanern war es vorbehalten, eine Telegraphenstation zu erbauen, die es vermag, sich selbst im Tempo von 50 km in der Stunde fortzubewegen, aber diese Station dient dort bezeichnender Weise nicht für Kriegszwecke, ihre Aufgabe ist es einzig und allein, einem Milliardär während seiner Sommerfenen die Verbindung mit der Neuyorker Börse zu ermöglichen. Der glückliche Besitzer dieses Vehikels «Major» Wetmore bleibt nunmehr während seines Aufenthaltes in Allenhurst, in einer Entfernung von 30 km von Neuyork, auch nicht mehr eine einzige Stunde in Unkenntnis der Kursschwankungen, und er braucht sich nicht einmal während der Fahrt in seinem Automobil durch unwichtige Dinge, wie durch Wald, Wiesen und Berge, in seinem Geschäft stören zu lassen.

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