Retro heute, Oldtimer morgen?
Haben wir die nächste Generation Oldtimer gesehen und es nicht bemerkt? Sicher, sie werden elektrisch fahren, aber wird man das in 30 Jahren nicht als völlig normal ansehen? Am Pariser Salon standen sie jedenfalls, nicht ganz im Dutzend, aber auffällig viele – Retro-Modelle. Citroën, Peugeot und wieder ganz vorn dabei: Renault, die bereits Retro-R4, R5 und Twingo in Serie produzieren.
Verantwortlich dafür: Luca de Meo, zwar nicht mehr CEO, aber Initiator für das alt-neue Designkonzept. Nicht zum ersten Mal. Bereits vor fast 20 Jahren hatte er schon mit dem neuen Fiat 500 auf «Retro» gesetzt und damit Erfolg gehabt.
Jetzt setzt Renault seine Strategie weiter fort und zeigte einen R8 Gordini, einen neuen Espace und eine Alpine A310. Natürlich alles nur als Concept. Noch, vermutlich horcht man auf die Reaktionen der Salon-Besucher.
Im Retro-Reigen wollten die zwei anderen französischen Marken nicht nachstehen, selbst wenn sie im Marken-Konglomerat von Stellantis manchmal nur schwer zu erkennen sind: Peugeot liess das Rallye-Monster T16 und das RCZ Coupé als E-Concept wieder aufleben, Citroën zeigte eine 2CV-Studie, die als Döschwo-Erweckung gelten soll. Im Gegensatz zu allen anderen Studien soll der 2CV schon für 2028 eingeplant sein.
Retro ist bipolar - manche lieben, andere hassen es. Belegt ist aber, dass es viele Liebhaber alter Designs gibt, die das mit einem modernen Antrieb kombiniert haben wollen. Einige VW Bulli und Co. wurden deshalb vor ein paar Jahren umgerüstet, was erstens sehr teuer und zweiten seine Erbsünde gegenüber dem Kulturgut ist.
Aber das sehen nur die Oldtimerfans so. Alltagsfahrer sind dagegen vielleicht die neue Klientel für solche Elektro-Replikanten? In 30 Jahren werden wir es wissen …


























