Arnastufe rot!
Verbales Nachtreten gehört ja seit jeher zu den Lieblingsbeschäftigungen der vermeintlichen automobilkulturellen Feinschmecker. War doch klar, dass das Ding ein Reinfall wird. Was haben die sich denn dabei gedacht? Wie konnten die das denn nicht merken? Doch waren Lancia Trevi, Morris Marina, Opel Ascona C und dergleichen einst völlig ernstgemeinte Autos – und gar nicht so schlimm wie man es sich heute dem Spott zuliebe wünscht.
Doch gab es auch Fälle, in denen selbst dem Hersteller von Anfang an klar war, eine Gurke geschaffen zu haben. So wie Alfa Romeo mit dem Nissan-Stiefkind namens Arna. Denn anders lässt sich die schon fast krampfhafte Überbetonung gänzlich abwesender Eigenschaften im Prospekt nicht erklären: "Spass am Fahren" – "Anders als die anderen" – "Verwechslungen ausgeschlossen" – "Typisch Alfa Romeo".
Der leidenschaftliche Alfista, der ein Mailänder Modell nennen soll, auf das diese vier Kurzbeschreibungen zutreffen, wird vermutlich alles nennen von der ersten Giulietta bis zum 8C Competizione – aber kaum den langweiligsten, gewöhnlichsten, beliebigsten und untypischsten Alfa Romeo, der je gebaut wurde. Dabei hatte sicher auch der Arna irgendwo eine gute Seite. Nur wusste man anscheinend selbst bei Alfa Romeo nicht, welche das war...



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