Umsteigen und umdenken
Es kommt nicht häufig vor, dass ein Ferrari 365 GT 2+2 in einer Runde von fünf Autos das gewöhnlichste ist. Bei unserem Besuch in der Oldtimer-Galerie Toffen am vergangenen Freitag ist aber genau jener ungewöhnliche Fall eingetreten – sofern man nicht nach Stückzahl oder technischer Raffinesse geht, sondern als einziges Kriterium das Getriebe heranzieht.
Da gab sich der Ferrari bei aller V12-Herrlichkeit erfreulich bodenständig: erster Gang links vorne, Rückwärtsgang rechts hinten, und dazwischen vier weitere Vorwärtsfahrstufen in üblicher Anordnung und Zählweise. Das bedient sich so normal wie in einem Fiat. Der BMW M3 variierte das Thema nur leicht, trug den Anfahrgang links hinten, blieb aber ansonsten beim Gewohnten: Nach rechts wird's schneller.
Im Renault Alouette mit längs gespiegeltem Viergangschema musste man auf den ersten Metern schon etwas bewusster schalten, wenn man nach dem zweiten nicht den ersten, sondern den dritten Gang einlegen wollte. Die höchste Konzentration forderte aber der Opel "Laubfrosch". Nicht nur, dass die unsynchronisierte Gangzählung rechts hinten begann und sich nach links steigerte. Nein, als kleine Zusatzkomplikationen hatte er noch das Lenkrad rechts und das Gaspedal in der Mitte.
Jeder Fahrzeugwechsel brachte also auch ein neues Bedienkonzept mit sich. Völlig unbedacht konnte man nur im De Tomaso Deauville losfahren. Der hatte nämlich ein Automatikgetriebe.


























