Rose und Stern – Kennen Sie Opes?
Wie so oft findet man die interessantesten Dinge im Archiv immer dann, wenn man eigentlich nach etwas ganz anderem sucht. So versteckte sich in einer Akte, deren Namen man zunächst für eine fehlerhafte Schreibweise einer grossen deutschen Marke halten könnte, ein kurioses und heute fast vergessenes Kleinwagenprojekt.
Im September 1948 hatte die Officine Precisione e Stampaggio (Opes) auf dem Turiner Salon den Ninfea 800 vorgestellt: eine 3,72 Meter lange und 700 kg schwere, zweitürige Limousine für bis zu fünf Personen. Alleinstellungsmerkmal der "Seerose": Sie wurde von einem luftgekühlten Dreizylinder-Sternmotor angetrieben, der bei 3800 Umdrehungen pro Minute 24 PS leistete und das Wägelchen bis zu 100 km/h schnell machen sollte.
Mit Viergang-Lenkradschaltung, Vorderradantrieb und einer Karosserie im amerikanischen Stil präsentierte sich der Opes Ninfea 800 durchaus modern. Doch aus dem ehrgeizigen Plan "es Fiat zu zeigen" wurde nichts. Ende 1949 wurde die in Turin ansässige Officine Precisione e Stampaggio aufgelöst.


























