Moonwalk Trophy 2023 - Die Nacht des Nebels!
Der ACS Graubünden, respektive Martin Studach und sein OK-Team luden am 30. Juni / 1. Juli 2023 einmal mehr zur Moonwalk Trophy ein, dieses mal mit Start in Fügen im Zillertal. So hiess es für alle Teilnehmer schon mal frühzeitig am Freitag-morgen loszufahren.
Am Startpunkt, dem Hotel Schiestl, trafen wir auf viele bekannte, aber auch neue Gesichter. Das Starterfeld war einmal mehr gewachsen und so war wieder ein bunter Mix an tollen Fahrzeugen am Start. Auch zwei weitere Audi quattros fanden sich ein. Um 17.20h, mit 20 Min. Verzögerung, ging's für uns quattronauten dann los. Noch kurz tanken und schon waren alle im Rallye-Fieber.
Das Wetter war anfangs noch besser als vorhergesagt, das änderte sich dann leider, je später der Abend wurde. Wir hatten teils kaum noch Sicht bis vor die Motorhaube, da nützen auch die besten Rallye-Scheinwerfer nix! Dennoch reichte dies nicht, die gute Stimmung wesentlich zu beeinflussen, höchstens das Tempo ;-) Viele spannende Aufgaben und eine tolle Strecke warteten auf uns. Immer wieder traf man Teilnehmer an einer Tanke, an einem Streckenposten, wo eine Aufgabe zu lösen war, oder dann zum Nachtessen im Rifugio nahe Cortina d'Ampezzo. Bein Nachtessen schnell ein paar Erfahrungsberichte ausgetauscht, das leckere Nachtessen genossen und schon ging's wieder weiter. Man hörte schon die ersten lustigen und spannenden Stories - und wer wo noch unterwegs ist bzw. dazukommen wird. Team LautiSport und Tinner/Hug waren gut eingespielt und wechselten sich in der Führung immer wieder ab. Team André und Andreas im Jaguar warteten beim Nachtessen noch auf Patricia, die mit ihrem Mini etwas verspätet hinterher flitzte.
Der Regen und vor allem der teils sehr dichte Nebel machten die Fahrverhältnisse heikel und es ging langsamer voran als gedacht. Okay, unsere Oldies haben hier schon das Nachsehen gegenüber der modernen Lichtqualität von Neuzeitautos. Dennoch sahen wir immer, was im Wege stand :-)
So fuhren wir zwischen 1 und 3 Uhr morgens, im Herzen der Dolomiten, sicherlich durch 4 Polizeikontrollen. Ob da eventuell jemand wusste (oder hörte) dass wir kommen? Wir wurden aber immer freundlich durchgewunken - wir waren ja auch immer brav unterwegs! - andere Teilnehmer mit modernen Autos mussten stoppen - tja, da haben wir klare Vorteile in unseren alten Kisten! Sympathie vs. Neid oder was auch immer. Die Stunden wurden gegen den Morgen immer länger, und trotz aller Wachmacher und öfterem Fahrertausch merkten wir die Anstrengung in unseren alten Kisten (und Knochen). Regen, Hitze im Auto und die Konzentration strengen schon an und wir waren froh, um 5:30 Uhr unsere letzte Aufgabe mit einem Morgenkaffee gelöst zu haben.
Ab dann hiess es nochmals zwei Stunden zügige Fahrt zum Ziel nach Caorle nahe Sirmione/Venedig. Nach über 14,5 Stunden Einsatz quer durch die Dolomiten, das Trentino bis runter ans Meer waren wir froh, das Ziel erreicht zu haben.
Um 07:30 Uhr kurz einchecken, Auto in der Garage versorgen und einen “umfangreichen” Power-Nap von 45 Minunten machen, bevor wir dann zum Frühstück und zur Siegerehrung gingen. Danach war Bettruhe angesagt bis um 15:30 Uhr. Anschliessend gingen wir an den Strand, genossen kühle Getränke und ein Eis, und flanierten kurz durch Caorle.
Das Dinner viel in Sachen Genuss leider etwas bescheiden aus, umso lustiger und spannender waren die Gespräche am Tisch und anschliessend noch in der Bar des Hotels Bern(er).
Nach einer erholsamen Nacht waren wir uns einig, dass wir älter werden und die Strapazen der vorherigen Nacht nicht mehr so schnell wegstecken. Doch das Erlebte liess uns kaum daran zweifeln, dass wir schon bald wieder zu Wiederholungstätern werden dürften.
Nun hiess es aber zurück in die Heimat über die Autobahn via Bologna, Mailand und dem San Bernadino. Es lagen nochmals gut 650 km und sieben Stunden Fahrt vor uns. Bis Mesocco fuhren wir gemeinsam mit Team Tinner/Hug dann nahmen Üse und ich noch kurz den San Bernadino-Pass mit.
Nach insgesamt 1687 km und drei tollen Tagen gemeinsamer Benzintage mit Freunden waren wir zu Hause. Ein Erlebnis, dass uns niemand mehr nehmen kann, das nach Wiederholung ruft - und wo man todmüde ist, aber gleichzeitig schon wieder fit ist für das nächste Mal! Und auch die quattros waren schon bald wieder sauber und startklar für den nächsten Event! Ein Dankeschön an Martin, die Girls und den ACS GR. Es war cool, abwechslungsreich und spannend organisiert. Verbesserungen gibt's immer und wir alle können zur Optimierung beitragen, in dem wir wiederkommen und miteinander Spass haben!
Wir sagen danke für die tolle Zeit, die ganze Organisation und den Einsatz für unsere Leidenschaft!
P.S. Und nicht vergessen, Martin Studach und der ACS Graubünden organisieren auch die Friday Classic , die nächstes Mal im Mai 2024 stattfindet.


























