Der Periskop-Rückspiegel von Nissan, der sich nicht durchsetzte
Die frühen Siebzigerjahre waren die Blütezeit der “Experimental Safety Vehicles”, der Sicherheitskonzeptfahrzeuge. Auch die Japaner leisteten ihren Beitrag zu mehr passiver Sicherheit beim Automobil.
1972 zeigte Nissan einen seriennahen Prototyp auf Basis des damaligen Datsun 180 B. Er wies Scheibenbremsen mit Antiblockiersystem auf, ein stabilisierendes Fahrwerk, neuartige Scheinwerfer mit mehr Leuchtkraft, “Lafettenlampen”, die dem nachfolgenden Autofahrer Brems- und Verzögerungsmanöver anzeigen sollten, eine Art “Run-Flat”-Reifen, einen Fahrgastraum mit Sicherheitszelle, Luftsäcke (Airbags), unbrennbare Werkstoffe und einen riesigen Periskop-Rückspiegel auf dem Wagendach, der das Sichtfeld nach hinten verdreifachen sollte.
Während manches, das 1972 bereits angedacht wurde, später in anderer Form in Serie ging, blieb der Periskop-Rückspiegel allerdings trotz seiner Vorteile im Prototypen-Stadium stecken.
Heute, da wir sogar auf Heckscheiben verzichten, können Kamera und Displays natürlich jegliche Perspektiven elektronisch ermöglichen.
Das Sicherheitsfahrzeug hatte übrigens auch Nachteile, es war nämlich bei unverändertem Innenraum 20 cm länger und 4 cm breiter, vor allem aber auch 135 kg schwerer als der serienmässige Datsun 180 B.
Interessant waren diese Studien, über die damals viel geschrieben wurde, natürlich schon. Darum haben wir auch die Fotos von damals in unserem Archiv veröffentlicht.


























