Gehört ein bisschen leiden nicht dazu?
Autos wurden über die Jahrzehnte immer perfekter, komfortabler und unterstützender. Bereits kommen Fahrzeuge der Neunzigerjahre (1990-1993) ins Oldtimeralter und damit stehen dem Oldtimerfahrer viele Komfortfunktionen, eine Klimaanlage, Sicherheits- und erste Assistenzsysteme zur Verfügung. Aber ist eine Fahrt in einem Neunzigerjahre-Oldtimer wirklich vergleichbar mit dem, was man früher mit deutlich älteren Autos erlebte?
Ist es nicht so, dass wir uns besonders gut an Fahrten mit echten Herausforderungen erinnern, wenn z.B. das Schalten viel Aufmerksam erforderte, wenn einem Hitze oder Kälte zu schaffen machten oder wenn man begann, vom Lenken Schwielen an den Händen zu kriegen?
Ich kann mich jedenfalls sehr gut an längere Fahrten in meinem Devin erinnern, der weder durch ein Dach noch durch jedwelche Komfortfunktionen gesegnet war. Das Gepäck war in Kehrichtsäcken verstaut, um es vor dem Regen zu schützen. Die Rennbrille schützte die Augen vor Insekten und Regentropfen. Am Lenkrad war volle Konzentration angesagt. Kam man dann an, wusste man, was man gemacht hatte.

































