Schluss mit lustig – Südtirol verbietet Auto-Veranstaltungen
Es ist ein radikaler Beschluss – und das soll er auch sein: "Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung am 19. Juni 2026 eine Regelung für organisierte Motorsportveranstaltungen auf bestimmten Staats- und Landesstraßen beschlossen ... Die Maßnahme betrifft Straßen in geschützten Gebieten sowie Gebiete über 1.600 Metern Meereshöhe. Dort sind organisierte Motorsportveranstaltungen künftig nicht mehr zulässig."
So schreibt es die Autonome Provinz Bozen-Südtirol auf ihrer Webseite. Und das bedeutet im Klartext, dass dort keine geneinsame Ausfahrten von Auto-, Oldtimer- oder Mororradfahrern mehr zulässig sind. Oder im Klartext: Es soll sich kein Rudel Motorfahrzeuge mehr verabreden, um gemeinsam die Berge rauf und runter fahren.
Es spielt keine Rolle, ob Club, Verein, Firma oder Verband dahinterstehen, ob es Rallye oder Rennen, Verbrenner-oder Elektro-Modelle sind – zum Schutz des Gebiets sind Veranstaltungen mit mehreren Fahrzeugen ohne Genehmigung verboten. Und dass es diese Genehmigung nicht geben wird, ist offensichtlich.
Nicht betroffen sind alle nicht-motorisierten Veranstaltungen wie Radrennen sowie alle privaten Einzelfahrten. Um Missverständnissen vorzubeugen: Autos sind nicht per se verboten, die dürfen nach wie vor überall fahren. Aber nicht als wildgewordenen Horde. Denn dort liegt das Problem.
Die schönen Südtiroler Pässe und Serpentinen haben so viele Motoristen angelockt, dass nicht nur Hase und Murmeltier um Leib und Leben, sondern alle Bewohner um den Erholungsraum Südtirol fürchten mussten Es ist nicht die einzelne Oldtimerausfahrt oder die exklusive Motorradtour, sondern es ist die schiere Masse an organisierten Strassen-Rowdies.
Nicht wenige davon verwechselten die Passstrecken mit Rennpisten, auf denen richtig Feuer gegeben wurde. Denen hat man es zu verdanken, dass nun alle Gruppen keinen Spass mehr haben dürfen.
Das Phänomen kennt man auch von anderen schönen Strassenabschnitten, hier hat man jetzt flächendeckend gehandelt, um ein Ausweichen auf Umgehungsstrecken zu verhindern. Schade, musste es soweit kommen. Die Zeche zahlen jetzt alle.
Hoffentlich halten sich jetzt wenigstens alle dran, sondern wird noch ganz anders reglementiert. Und das wird dann wirklich Spass-frei.

























