Nur Spass, mehr nicht!
Aufblas-Einhörner erleben gerade einen Boom. Oder sind es Flamingos? Hauptsache, sie sind gross und schwimmen auf dem Wasser. Dessen Temperatur liegt in der Schweiz bei vielen stehenden Gewässern aktuell jenseits der 25-Grad-Marke. Das ist sehr angenehm. Die Innenraumtemperaturen in vielen Klassikern hingegen klettern bei den sommerlichen Verhältnissen auf 40 Grad und mehr. Also nass wird man schon, bevor man überhaupt ins Wasser gesprungen ist. Dabei habe ich noch Glück: Der Motor im VW T1 ist bei diesem etwa 4,3 Meter langen Fahrzeug in maximaler Entfernung vom Fahrer eingebaut. Zudem ist beim Ambulanzwagen der Motorraum zusätzlich isoliert, und die kleinen Fensterflächen helfen ebenfalls gegen das rasche Erwärmen der Kabine. Man darf also sagen: Ich hab's gut!
Und wenn es einem gut geht, dann kommt oft der Übermut. Damit lässt sich vielleicht erklären, warum ich mich am Sonntagmorgen mit neun weiteren Kolleginnen und Kollegen zu einem Float & Drive getroffen habe. Organisiert hat das Ganze Chris Wyer von The Drivers. Ja, es gibt Cars & Coffee, besonders am frühen Sonntagmorgen, oder Stop & Go... Float & Drive aber tönt – erfrischender!
Und es gibt eben irgendeinen Freund, dem in den Sinn kommt, ein Aufblastier aufs Dach zu schnallen, durch die Stadt zu zuckeln, als geschlossene Gruppe auf die Fähre zu fahren und bei einer Liegewiese am See anzuhalten, die Viecher zu befreien, ins Wasser zu werfen und hinterherzuspringen. Eigentlich ist es erst ein Drive, dann ein Float. Gut, man schwimmt schon vorher auf dem Kunstledersitz im eigenen Schweiss. Dann stimmt die Reihenfolge. Aber lassen wir das.
Die erste Ausgabe des Float & Drive 2025 war bereits mit etwa sechs Autos ein voller Erfolg – nun waren wir also zehn. Ein Grosserfolg!
Die erfrischende Komponente war aber nicht nur das Wasser, sondern – wieder einmal – die Erkenntnis, dass Autos allein nicht viel tun, ausser dazustehen. Es sind die Menschen, die mit den Autos etwas tun.
In diesem Fall hiess das: früh aufstehen, sich ein wenig zum Narren machen und dabei Spass haben. Weder den Autos noch den Gummitierchen wurde dabei irgendein Schaden zugefügt. Der Anlass endete mit bestellter Pizza und neuen Bekanntschaften. Eine weitere Auflage ist garantiert. Vielleicht braucht es dann aber einen eigenen Privatstrand.































