Ich sitze, also bin ich
Was darf auf einem richtig guten Oldtimertreffen nicht fehlen? Der Wurststand? Die Teilehändler? Gar Musik oder ein Platzsprecher?
Ich komme zum Schluss, dass der Campingstuhl für mich eine ebenso wichtige Bedeutung erlangt hat, wie die oben genannten Dinge. Denn mit ihm ist es erst möglich, das Geschehen um einen herum zu beobachten, währenddessen man sich eindeutig zu seinem Auto zugehörig positioniert. Das Fragen-Stellen für Besucher und Interessierte fällt dann leichter und es ist dieses kleine Stückchen Platz, das man sich gönnt. Das Auto erhält diesen Platz ja ebenso, warum also nicht auch der dazugehörig Mensch?
Zudem ist der Campingstuhl für mich der Inbegriff der Gemütlichkeit. Vielleicht ist er nicht unbedingt ein Ausdruck intellektuellen Philosophierens – selbst wenn auch dies mit ihm gut möglich ist, ja gar besser noch, wenn ein zweiter daneben steht –, sondern ich sehe seine Existenz eher mit Ruhe und Zufriedenheit verbunden.
Und ich glaube, der Campingstuhl schafft eine ideale Verbindung zwischen dem Oldtimerbesitzer und seiner Umwelt. Bei künftigen Treffen werde ich darum fortan stets einen Klappstuhl mit im Kofferraum mitführen. Und weil mir neulich noch ein genau gleicher beim Trödler begegnet ist, sind es in Zukunft sogar zwei. Der Hocker, wie auf dem Bild, hat deshalb ausgedient.

































