Wolga 3105 blieb ein Traum
Gezeigt wurde er am Autosalon von Brüssel im Jahr 1992, der Volga 3105 – hierzulande als Wolga bezeichnet – mit eleganter Karosserie und Allradantrieb. Bei der Vorstellung in Belgien ging man noch von einer baldigen Serienproduktion aus.
Mit 5,05 m Länge, 1,98 m Breite und 1,43 m Höhe bot der Volga 3105 eine imposante Statur. Der Radstand betrug immerhin 2,87 m. Genannt wurden 1800 kg Gewicht. Im Bug sorgte ein V8-Motor mit 3,4 Litern Hubraum und elektronischer Einspritzung für 170 PS und 265 Nm. 200 km/h Spitze sollten damit möglich sein und 11 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h.
Mit 13,7 Liter pro 100 km hielt sich der Durst gemäss den Werksangaben in Grenzen.
Alle Räder waren einzeln aufgehängt, die Scheibenbremsen profitierten von einem ABS. Geschaltet wurde mit einem Fünfganggetriebe.
Das Autowerk GAZ hegte grosse Hoffnungen, doch nur wenig später kam in der AR 21/1993 die Absage:
“Leider scheint es, dass der Anfang 1992 auf dem Automobilsalon von Brüssel vorgestellte Wolga-Prototyp 3105 des Autowerkes GAZ endgültig den Concept-Cars zugerechnet werden muss. Diese formvollendete Limousine, mit der in manchem westlichen Designbüro neidvolle Bewunderung ausgelöst wurde, war mit 287 statt 280 cm Radstand und 505 cm Gesamtlänge deutlich grösser als der Wolga 2410. Zudem diente ihm ein 3,4-Liter-V8 mit zentraler Nockenwelle und 170 PS Leistung als Antriebsquelle, wogegen der Serien-Wolga mit einem 100 PS leistenden 2446-cm3-Vierzylinder-OHC-Motor auskommen muss.”
Der “normale” Wolga sah deutlich konservativer aus und war natürlich kein Ersatz für die Superlimousine vom Salon Brüssel. Vom 3105 sollen über die Jahre immerhin 55 Exemplare gebaut worden sein und sogar über einen Nachfolger war damals bei GAZ nachgedacht worden. Doch auch der blieb ein Traum.


























