Autos in der Apotheke
Apotheken fallen ja immer wieder durch einfallsreiche Gestaltung ihrer Schaufenster auf. Tabletten und Tuben sind nur selten attraktive Ausstellungsware, daher lassen sich die Apotheker halt etwas einfallen, um z.B. auf ein Schmerzmittel (Beispiel aus Zürich: Dolo Patch) hinzuweisen. Beim illustrierten Apothekerprodukt handelt es sich um ein “intensiv wärmendes Schmerzpflaster gegen Schmerzen an Muskeln und Gelenken, Muskelverspannungen und Verkrampfungen”.
Soweit so gut, aber was hat das nun mit den aufgestellten Modellbausätzen zu tun, die natürlich beim Vorbeigehen sofort meine Aufmerksamkeit erregten?
So ganz dahinter kam ich eigentlich nicht, ausser dass man sich beim Zusammenbauen der Plastikmodellautos vielleicht verletzten oder auch verkrampfen könnte.
Mein Blick fiel natürlich zuerst auf den grossen Lotus Esprit S1, ein Auto, das mir auch im Massstab 1:1 sehr zusagt. In den übrigen Packungen befanden sich (vermutlich) massstabverkleinerte Versionen amerikanischer Autos. Spektakulär hier der Pontiac Club de Mer, den ich bisher kaum auf dem Radar hatte.
Bei diesem Konzeptfahrzeug von Harvey Earl handelt es sich um einen Sportwagen auf Pontiac-Basis, gezeigt an der Motorama Show 1956. Gebaut wurden damals ein Modell im Massstab 1:4 und ein Prototyp, welcher nicht überlebt haben soll. Später entstand dafür noch eine Replica, die ab und zu zu sehen ist in den USA. Der auch XP-200 genannte offene Sportwagen wurde von einem V8-Motor angetrieben und fiel vor 70 Jahren mit einigen zukunftsweisenden Desgindetails auf.
Es ist immer wieder interessant, auf welchen Wegen man wieder auf vergessene Autos trifft, in diesem Falle via die Schachtel im Schaufenster ganz oben.

































