Bruno Sacco – Zeitlosigkeit als Designkriterium (Nachruf)
Am 19. September 2024 verstarb der am 12. November 1933 geborene Bruno Sacco. Praktisch seine ganze Karriere verbrachte er mit Mercedes-Benz, nachdem er während seiner Studienzeit in Italien unter anderen bei Ghia und Pinin Farina gewirkt hatte.
Die ersten Autos, an denen er bei Mercedes als Designer arbeitete, waren der “grosse Mercedes” 600 und die “Pagode” (230 bis 280 SL). Auch beim C111 war er beteiligt.
Er wurde Nachfolger von Friedrich Geiger als Leiter der Hauptabteilung Stilistik und zeigte unter anderem für das Design der Braureihen W123 und W126 verantwortlich. Aus jener Zeit stammt auch der Begriff “Sacco-Bretter”, womit die Seitenschutzelemente an den Flanken der S-Klasse, aber auch des Baby-Benz 190E oder des W124 gemeint waren. Er selber mochte diesen Begriff allerdings nicht.
Sein Ziel war es, langlebige Designs zu kreieren, die gleichzeitig Markenidentität stifteten und zeitlos bleiben sollten. Er sah es aber auch als seine Aufgabe an, Autos zu konzipieren, welche die Käufer haben wollten:
„Ich bin nicht Designer bei Mercedes-Benz, weil ich ‚L'Art pour l'art‘ für meine Devise halte, die Kunst um der Kunst willen, sondern weil ich auch möchte, dass die Autos, die ich zu verantworten habe, erfolgreich verkauft werden.“
Mit besonders viel Engagement hatte er sich der Gestaltung des SLs der Baureihe R129 gewidmet. Das Ergebnis konnte denn auch überzeugen und wirkt auch heute nach immerhin 35 Jahre seit der Präsentation noch ziemlich modern.
Bis 1999 war Sacco für die damalige Daimler-Benz AG tätig, zuletzt ab 1975 und bis zum seinem Wechsel in den Ruhestand als Chefdesigner der Marke Mercedes-Benz. Wir haben ihm einiges zu verdanken!
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und den Hinterbliebenen.


























