Signalisiert der Best of Show von Pebble Beach einen neuen Trend?
Seit einigen Jahren schon werden nicht restaurierte und gut erhaltene Autos in Pebble Beach mit dem Preservation Award oder einem Sieg in der Preservation Class geehrt. Doch anlässlich des 73. Pebble Beach Concours d'Elégance errang der Bugatti Typ 59 Sports mit Baujahr 1934 von Fritz Burkard den “Best of Show”-Titel, ein Preis, den üblicherweise ein top-restaurierter und meist spezialkarossierter Vorkriegsklassiker erhält.
Der Sieg des Bugatti Typ 59 wirft gleich mehrere Fragen auf:
Sind Top-Restaurierungen nicht mehr gefragt, respektive werden ehrliche Patina-Autos an Concours-Veranstaltungen den Klassiker im Neuwagen-Look neuerdings und generell vorgezogen?
Ist die Geschichte eines Autos bei einem Concours d'Elégance so wichtig, dass man über ästhetische Schwächen, die der preisgekrönte Bugatti als intensiv genutzter und nicht restaurierter Rennwagen definitiv aufwies, hinwegsehen kann?
Es ist ja nicht so, dass es in Pebble Beach in diesem Jahre nicht attraktive und toprestaurierte Klassiker gegeben hätte.
In anderen Jahren wäre vielleicht der Talbot-Lago T26 Grand Sport als Saoutchik-Fliessheckcoupé zum Best of Show gewählt worden. Auch ein Ferrari 250 GTO und der Superkeil Lancia Stratos HF Zero sowie eine ganze Reihe attraktiver Vorkriegsklassiker hätten zur Wahl gestanden.
Man wollte in der Jury aber offensichtlich bewusst ein Zeichen setzen und wählte den Bugatti zum “Best of Show”.
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