Hat Paris seinen Charme verloren?
Paris hat sich verändert in den letzten Jahren. Und es ist nicht primär wegen der Olympiade, dass dies offensichtlich wird und sich auch bei unserem kürzlichen Kurzbesuch gezeigt hat. Es ist die Folge der Strategie der Bürgermeisterin Anne Hidalgo, die Paris in eine saubere Velostadt entwickelte. Wer sich noch an die verstopften Strassen, die vielen Dieseltaxis und die lauten Busse erinnert, wird Paris kaum wiedererkennen. Tempo 30 km/h ist im Zentrum breit anzutreffen, die Busse verkehren als Elektro- oder Hybrid-Fahrzeuge und viele Strassen dienen rein den Flanierern und Fahrradfahrern. Aus Sicht vieler Touristen und des Stadtbewohners ist dies sicherlich eine willkommene Entwicklung.
Allerdings hat Paris auch etwas von seinem Charakter verloren. So gehörte früher ein Renault 4, ein Citroën 2 CV oder ein Peugeot 504 einfach zum Strassenbild. Heute sind man keines dieser Fahrzeuge mehr.
Die ältesten Autos, die wir erblickten, waren Renault Twingos, Minis, ältere Toyotas und einen einsamen BMW E39, der aber vermutlich immer noch im Youngtimeralter war, wenn überhaupt. Schade, so werden alte Autos, die wir ja heute mobiles Kulturgut nennen, immer mehr in Vergessenheit geraten bei den Stadtbewohnern.
Paris hat die alten Autos aus dem Zentrum verbannt. Man findet sich höchstens noch auf Plakaten, wie diesen Mercedes-Benz W123 auf einem Werbedisplay zu einer Ausstellung …

























